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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 161

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 161 (sequence 168)
Language
German, English, Hebrew
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— 161 — Rede David Wolf fsohns . . . der . . . erklärte, nicht für die Entlastung des Actions-Comites stimmen zu können." Das ist objektiv unwahr. Ich richte nun, da ich nur zu einer Interpellation das Wort erhalten habe, an den Herrn Präsidenten die Anfrage, ob es sich aus dem Kongreßstenogramme ergibt, daß Herr Wolffsohn diese Erklärung abgegeben hat. Ich persönlich habe nur gehört, daß er in bedingter Form gesagt hat, daß, wenn beide Anträge des E. A. C, nämlich der Entlastungsantrag und der Antrag auf Reform des Aufsichtsrates, zusammengeworfen würden, er dann nicht für das Entlastungsvotum stimmen könnte. (Lebhafte Zustimmung.) Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Ich bin ermächtigt, zu erklären, daß diese Schlußerklärung des Herrn Dr. Friedemann wörtlich stimmt und also die Berichterstattung den Tatsachen nicht entspricht (Lebhafter Beifall.) Ich richte daher an die Berichterstattung der „Welt" die Bitte, künftighin in dieser Richtung die allergrößte Vorsicht wahrzunehmen. (Erneuter Beifall.) Das Wort hat nun der Redakteur der „Welt", Herr Dr. Becker. (Lärmende Zwischenrufe.) Redakteur Del. Dr. Becker: Ich bedauere außerordentlich, daß Sie sich heute schon wieder einmal etwas von einem Redakteur der „Welt" erzählen lassen müssen. Ich will auch jetzt im Rahmen dieser Debatte nur auf' den ersten Teil der Ausführungen des Herrn Dr. Friedemann antworten und Ihnen mitteilen, daß der Zeitungsbericht, den Sie heute gelesen haben, und den Dr. Friedemann erwähnt hat, nicht vom Pressebureau des .Kongresses verbreitet worden ist, sondern daß das ein Bericht eines hiesigen Korrespondenzbureaus ist, das im übrigen — um kein Mißverständnis aufkommen zu lassen — mit anerkennenswerter Sachlichkeit über den Kongreß berichtet hat. (Rufe: Unwahr!) Es hat z. B. in durchaus anerkennenswerter Weise seine nicht ganz zutreffende Berichterstattung über die hebräische Rede des Herrn Ussischkin wieder gut gemacht, indem es eine ungefähr zwanzig Zeilen lange Berichtigung dieses Berichtes an alle Zeitungen geschickt hat. Es wird sich sicherlich auch nicht weigern, seinen gestrigen Bericht ebenfalls zu berichtigen, um einen Irrtum zu beseitigen, der, wie jedermann zugeben wird, der mit der Akustik dieses Saales einigermaßen vertraut ist, einem Herrn, der oben auf der Galerie sitzt und die näheren Verhältnisse in der zionistischen Bewegung nicht so genau kennt, immerhin leicht passieren kann. Ich entschuldige also einen Herrn, für dessen Berichterstattung wir indessen nicht verantwortlich sind. Dies zur ersten Sache. Wegen des Berichtes der „Welt" werde ich Ihnen erst nach Schluß dieser Verhandlungen antworten, weil ich es für unsachlich halte und halten müßte, jetzt auf diese Dinge einzugehen, die mit den wichtigsten Gegenständen, die hier zur Verhandlung stehen, nicht das mindeste zu tun haben. (Lebhafter Widerspruch.) Pardon — nicht das mindeste zu tun haben. Denn alle diejenigen Delegierten, die über diese Dinge abstimmen werden, haben die Rede des Herrn Wolffsohn, die leider aus technischen Gründen in dieser Nummer der „Welt" noch nicht enthalten sein konnte, selbst gehört und werden in unserer morgigen Nummer den stenographischen Wortlaut, der von Herrn Wolffsohn selbst durchgesehen ist — ich darf das wohl sagen — lesen können. Ich werde mrr also gestatten, auf diese Dinge und auf den Angriff, der gegen die Einleitung zum heutigen Berichte — nicht gegen den Bericht — gemacht worden ist, nach Schluß der Verhandlung kurz zu antworten. Jetzt lehne ich es entschieden ab. (Beifall und lebhafter Widerspruch.) Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Die Leitung hat das Recht, die Beantwortung einer Interpellation zu verschieben. Wir haben kein Recht, sie unmittelbar zu verlangen. Herr Dr. Becker wird nach Schluß der n

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