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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 152

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 152 (sequence 159)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 152 — das E. A. C. oder irgendwelche Partei uns etwa eine Liste geben sollte, sondern ich stehe auf dem Standpunkte, daß das Große Actions-Comite nach Ihren Intentionen, nach Ihren Wünschen, nach dem Vertrauen, welches Sie zu den Personen haben, gewählt werden soll und nicht etwa ein künstlich zusammengewürfeltes Großes Actions-Comite gebildet werden soll. (Unruhe.) Ich bitte, mich hier oben nicht zu stören. Die Sache ist ernst genug, und ich höre jedem Redner aufmerksam zu. Ich mache Sie auf folgendes aufmerksam: Es heißt dann immer — verwechseln Sie das nicht — nicht das E. A. C. soll das Vertrauen erhalten, weil es sich um eine Bank handelt, weil es sich um Geschäfte handelt, weil das E. A. C. gar nicht in der Lage ist, solche Dinge zu beurteilen. Da wird nun folgendes gemacht. Da soll ein Teil des Großen Actions- Comites Aufsichtsrat sein und dieser Teil soll nun, wie geschaffen sein? Der soll gewissermaßen nach den Wünschen des Direktoriums der Bank geschaffen sein. Auf diese Weise schaffen wir ein Institut außerhalb unseres Bereichs, denn wir wählen nicht das Direktorium der Bank, sondern das tut die Bankversammlung laut den Intentionen des früheren Direktoriums, jedenfalls unabhängig vom Kongreß, und der Aufsichtsrat der Bank wird nun von vornherein von dem Direktorium der Bank gewählt. So schaffen wir also ein Institut, welches ganz unabhängig von uns die Arbeit leistet. Würden Sie wenigstens mit folgenden Prinzipien kommen und sagen: Wir haben ein E. A. C, wir wollen noch eine andere Leitung für einen anderen Zweck haben und zwar ein Unterhaus und ein Oberhaus — ich halte das für etwas Unmögliches, aber wenigstens wäre Logik darin — so würde ich es verstehen, aber daß wir einen Aufsichtsrat wählen, der von vornherein vom Direktorium gewählt wird, und der soll wieder das Direktorium wählen, das heißt, daß das Direktorium allenthalben die Macht über uns haben soll, daß wir nichts zu sagen haben — denn das ist zufällig, daß wir doch etwas zu sagen haben, das ist zufällig, daß die Herren, die wir wählen, doch so viel Gewissen haben, daß sie sich nicht ganz allein wählen, aber prinzipiell ist die Sache doch so gemacht. (Lebhafte Zwischenrufe.) Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Ich bitte den Redner nicht zu unterbrechen. Del. Motzkin: Darum sage ich, daß wir nicht das Recht haben, auf diese Weise den Aufsichtsrat zu wählen. Und dann: Wohin soll es überhaupt führen, wenn sich einerseits ständig zwei Parteien gegenüber stehen und andererseits diese Parteien, wie dies heute der Fall ist, Personenparteien sind. Es ist heute nicht einmal klar, aus welchem Grunde sie sich gegenüberstehen. Ist das ein Prinzip: „Schützet die Banken!"? Was heißt das? Soviel Vertrauen hat man auch zu dem Großen Actions- Comite, daß es nicht die Gelder für sich mit Beschlag belegen wird. Es ist genug beleidigend gewesen, daß man das überhaupt erst erwähnen mußte. (Zustimmung.) Ist das Vertrauen zu den 30 Personen nicht vorhanden, die Sie wählen werden, daß sie imstande sein werden, ihr Urteil zu treffen? Handelt es sich etwa um Bankgeschäfte, handelt es sich etwa um Details, handelt es sich überhaupt um Dinge, die man nicht verstehen kann? Meine sehr geehrten Herren, die Fragen, in denen es Konflikte gibt, sind allgemeine Fragen, die jeder von uns sehr genau versteht, und bezüglich deren jeder von uns genau seine Pflicht und Schuldigkeit zu erfüllen glaubt, wenn er so oder so stimmt. Da dürfen Sie niemandem von uns die Hände binden. Unter „Schutz der Banken" kann man vielleicht manchmal etwas ganz anderes verstehen, als was die Herren darunter verstehen. Heute befindet sich die Bank in einem Zustande absoluter Stagnation und dies seit Jahren. (Zustimmung.) Ich weiß nicht, ob diese Stagnation nicht

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