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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 151

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 151 (sequence 158)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 151 — wiederum da, daß wir den Kampf haben, und der Kampf äußert sich nun auf einem ganz bestimmten Gebiete. Das Gebiet ist nämlich die Bank. Meine Damen und Herren! Seit vierzehn Jahren stehe ich genau auf demselben Standpunkt. Man sagt mir überhaupt manchmal nach, daß ich etwas starr bin. Ich stehe auf demselben Standpunkt, daß die Bank eine zionistische ist, keine andere und ich protestiere auf das energischste, daß man da die Behauptung weiter verbreiten soll, die Bank wäre eine Bank von Fremden. (Stürmischer Beifall.) Erstens entspricht es nicht den Tatsachen. Die zionistische Bank, die sich jüdische Kolonialbank nennt, ist von den Zionisten nicht nur gegründet worden, sondern auch die meisten Aktien sind damals von Zionisten gezeichnet worden. (Ruf: Auch von vielen Nichtzionisten!) Das weiß ich nicht und will es auch nicht zurückweisen, und wenn es der Fäll sein sollte, daß selbst ein großer Teil der Aktien von Nichtzionisten gezeichnet sein sollte, müssen Sie bedenken, daß die Aktien den Zionisten dann gegeben wurden, daß man sie ihnen mit Rücksicht auf das Vertrauen zum Zionismus gegeben hat und nicht mit Rücksicht auf irgendein anderes Vertrauen. (Lebhafter Beifall.) Die Juden, die damals für die Jüdische Kolonialbank unter einem ungeheurem Ansturm ihr Geld gegeben haben, die im Laufe von zwei Jahren Millionen gesammelt haben, ohne daß eine große Organisation bestand — nur eine große Organisations i d e e gab es damals — die Juden haben damals nicht einen Augenblick gezweifelt, w e m sie das Geld geben und sie haben Personen nicht gekannt und sie haben das Geld nicht Personen halber gegeben, sondern um einer bestimmten Idee wegen und wenn sie es schon einer Person halber gegeben haben, ist es nur ein einziger gewesen, der Anspruch darauf gehabt hätte (lebhafte Zustimmung), und dieser einzige weilt leider nicht mehr unter uns. Sie haben uns Zionisten das Vertrauen geschenkt, und, meine Damen und Herren, wenn gegen die Palästinaarbeit, soweit sie Anspruch hat, von der Kolonialbank geleistet zu werden, irgend jemand einen Vorwurf erhebt, ist es nur in unseren Reihen. Ich habe noch niemals außerhalb der zionistischen Reihen irgendwelche Vorwürfe gegen die Jüdische Kolonialbank gehört, deswegen, weil sie etwa palästinensische Institute unterstützen sollte. Wenn es irgend jemand getan haben sollte — nun, es gibt auch Personen, die Absonderlichkeiten vertreten; aber man soll nur ein Referendum abhalten, dann werden Sie hören, was das Resultat des Referendums sein wird. Da die Bank eine zionistische ist, so vertrete ich wie vor vierzehn Jahren auf dem III. Zionistenkongreß die Meinung, daß die jüdische Bank in den Händen der zionistischen Vertretung sich befinden muß. (Lebhafter Beifall.) In den Händen der zionistischen Vertretung voll und ganz, ohne Konzession. Ich stehe nicht auf dem Standpunkte des Herrn Simon, daß man erst einen Weg finden muß. Ich stehe nicht auf dem Standpunkte des Kompromisses und ich habe das Recht dazu. Gestatten Sie, daß ich mein Recht als Delegierter hier ausnütze. Ich habe die Pflicht, Ihnen zu sagen, warum ich auf diesem Standpunkte nicht stehe. Vor allem muß man sich klar über die Sache werden: Wem soll die Vertretung der Jüdischen Kolonialbank zustehn oder, sagen, wir, wer soll den Aufsichtsrat bilden? Stellen wir doch diese Frage fest. Es handelt sich darum — ich muß hier auf Dinge zurückkommen, die mancher von Ihnen vielleicht kennt, aber es ist zu wichtig — es handelt sich darum, ob der Aufsichtsrat und das Große Actions-Comite identisch sein sollen, und ich werde Ihnen sagen, warum ich auf dem Standpunkt stehe, daß der Aufsichtsrat und das Große Actions-Comite voll und ganz identisch sein müssen. Erstens müssen Sie nicht vergessen — und das ist etwas, woran ich immer erinnere — daß das Große Actions-Comite noch nicht das E. A. C. ist, und ich stehe nicht auf dem Standpunkte, daß

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