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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 148

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 148 (sequence 155)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 148 — Leitung unter den gegebenen Verhältnissen nicht mehr in der Lage war, die politische Arbeit weiterzuführen, aber klar ist es, daß die Beziehungen, welche angeknüpft worden sind, viel stärker geworden sind, daß die Fäden nach jeder Richtung hin mit einer gewissen Geschicklichkeit geknüpft worden sind und daß wir das erreicht haben, was wir unter den gegenwärtigen Umständen im Zionismus erreichen konnten. Gewiß, wir haben heute keinen H e r z 1 und auch keinen ähnlichen Mann unter uns. Aber deswegen uns darauf zu versteifen und zu sagen, weil wir keinen H e r z 1 haben, so ist jede Arbeit, die wir nach dieser Richtung unternehmen, wertlos und andererseits ist jede positive Leistung nur im Vergleiche zu dem, was H e r z 1 heute hätte leisten können, zu werten, das ist etwas, was ich nicht verstehe und was Sie auch nach einer gewissen Schulung und Üeberlegung selbst widerlegen werden. Was diese Arbeit anlangt, so muß mich Herr Jean Fischer und müssen mich auch andere Genossen von zwei Dingen überzeugen . . . . (Lebhafte Zwischenrufe — Unruhe.) Der Kongreß ist noch nicht zu Ende. Sie werden genug Gelegenheit haben, zu antworten, wenn nicht heute, so ein anderes Mal. Wir hören ja nicht auf, zu existieren. Die Herren werden mich also überzeugen müssen, daß es hier positive Tatsachen gibt, die die Grundlage für eine andere Politik und für andere Personen bilden. Wenn ich mich hiervon überzeugt haben werde, so werde ich der Erste sein, der das Gegenteil von dem heute Gesagten sagt. Aber im Laufe von zwei Jahren hat er mich nicht davon überzeugen können. In einer Beziehung stimme ich mit Herrn Fischer überein: wir müssen sämtliche Kräfte, die für unsere Politik in Betracht kommen, heranziehen, und ich bedauere es außerordentlich und habe es oft genug im Actions-Comite gesagt, — aber das bezieht sich nicht bloß auf das jetzige Actions-Comite, sondern auch auf die früheren — daß Kräfte wie Dr. N o r d a u für die wichtigste Arbeit eigentlich niemals herangezogen worden sind, daß man ihm nur hin und wieder Informationen gegeben, sich nur hier und da mit ihm beraten . hat, daß er nur hier und da etwas erfuhr und dann sein Urteil abgeben sollte. Heute ist der Zionismus viel entwickelter und verzweigter, heute muß man die Sachen genauer kennen, muß so informiert sein, daß man auf Grund dieser Informationen seine Ansichten äußern kann. Wir wissen sehr wohl, daß Dr. N o r d a u oft ganz verschiedene Ansichten in bezug auf die zionistische Politik geäußert hat, aber es ist bedauerlich, daß man ihn und andere nicht in der Weise ausgenützt hat, daß sie voll und ganz in unserer Arbeit stehen. Das müßte jedes E. A. C. zu seiner Aufgabe machen, zu trachten, daß solche Kräfte nicht nur hin und wieder zu Rate gezogen werden, sondern unter uns mitarbeiten. Denn wollen wir uns nicht täuschen: Nordau hat in der letzten Zeit manchen Fehler begangen, aber alle diese Fehler resultieren aus einer einzigen Tatsache, aus der nicht genügenden Information, aus der unrichtigen Information, die er erhalten hat. (Lebhafter Beifall.) Würde ein Mann wie Nordau die richtigen Informationen erhalten, dann bin ich überzeugt, daß er selbst sehen würde, welche Voraussetzungen für die politische Arbeit vorhanden sind und daß er unter diesen Voraussetzungen nur diejenige Arbeit für möglich halten würde, die ich Ihnen empfohlen habe, und die die gegenwärtige Politik des E. A. C. nach außen hin bildet. Es ist eben sozusagen eine Frage der Geschicklichkeit der Leitung und ich würde wünschen, daß das künftige E. A. C. dieses Prinzip zur Grundlage seiner Arbeiten machen würde. Hoher Kongreß! Ich habe von der Arbeit in der Organisation und der Politik des E. A. C. gesprochen. Es gibt noch etwas, was ich dem

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