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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 135

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 135 (sequence 142)
Language
German, English, Hebrew
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— 135 — alle zusammen 71/2 Millionen Franken, und wissen Sie, meine Herren, wir haben bereits über zehn Millionen Francs in Palästina allein investiert. Wollen Sie noch mehr? (Ruf: Ja!) Ja, Sie wollen mehr! Ein Bankma'nn aber, der (mit Geldern umgeht, wird das nicht sagen. Warum wundern Sie sich nicht darüber, daß man nur 7y2 Millionen Francs Vermögen besitzt u'nd schon zehn Millionen investiert hat? Das konnten wir, weil es uns nach schwerer Arbeit endlich gelungen ist, Vertrauen zu gewinnen. Als wir unsere Banken gegründet haben, da bin ich von einem jüdischen Großbankier zum andern gegangen. Ich kann kein anderes Wort dafür gebrauchen — gebettelt haben wir, daß man sich unserer annehme. Aber jeder hat uns gesagt, eine solche Bank kann nicht bestehen. Eine Bank, wo Leute, die 25 Kronen Kapital hineingesteckt haben, auf den Generalversammlungen große Reden halten und über die Geschäftsleitung Artikel schreiben können, eine solche Bank kann nicht bestehen. Ich versichere Sie, meine Herren, wenn unsere Zeitungsschreiber in der Weise über eine andere Bank schreiben würden, würden sie ihr ganzes Vermögen verlieren und für das, was an Strafgeldern noch fehlen würde, würden sie brummen müssen. Solche Artikel kriegen wir jede Woche und jeden Tag über unsere Bank zu lesen. Ich mache es dem E. A. C. zum Vorwurf, daß es uns zwingt, über die Bank in öffentlicher Versammlung zu sprechen. (Lebhafter Beifall.) Von den Frauen sagt man, die besten seien die, von denen am wenigsten gesprochen wird. Von den Banken darf man schon ganz und gar nicht reden. (Lebhafter Beifall.) Sie haben gehört, meine Damen und Herren, daß wir Depots von über neun Millionen haben. In der ^ersten Zeit haben wir nicht einen Pfennig Depot bekommen. Eine jüdische Bank, eine zionistische Bank, eine Bank, in der Professoren und Rabbiner dreinzureden haben, eine Bank, die Generalversammlungen von 500 bis 600 Teilnehmern abhält, eine Bank, die 130 000 bis 140 000 Aktionäre in der Welt verteilt hat, eine Bank, deren Aktie 25 Kronen kostet, und bei welcher die meisten Aktionäre nur je eine Aktie besitzen — nur einige wenige sind in der ganzen Bewegung, die 500 oder gar 1000 Aktien haben — zu einer solchen Bank hatte man kein Vertrauen. Nicht nur, daß man uns keine Depots anvertrauen wollte, man wollte mit uns auch keine Geschäfte machen. (Lebhafte Zwischenrufe.) Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Ich bitte um Ruhe! Ich kann auch Zwiegespräche zwischen dem Herrn Redner und dem Kongresse nicht dulden. Jch bitte Herrn Wolffsohn, fortzufahren. Präsident Wolffsohn: Geehrter Kongreß! Ich stehe seit Gründung der Bank an der Spitze derselben. Ich glaube, es gibt hier im Saale außer den Direktoren und unserem Manager doch keinen einzigen Menschen, der so gut weiß, wie ich, wieviel Aktien die einzelnen haben. Ich kann es Ihnen aus den Büchern nachweisen, daß wir keinen Aktionär von 2000 Pfund haben. Wir haben uns das Vertrauen in zehn- oder zwölfjähriger Arbeit erworben — und jetzt will ich es zum ersten Male aussprechen: auf jedem Kongresse sind wir angegriffen worden, auf jedem Kongresse sind wir mit einer Flut von Kritiken überschüttet worden, und wir haben geschwiegen. Wir haben nicht geprahlt, wir haben niemals übertrieben, niemals große Dividenden in Aussicht gestellt. Sehen Sie unsere Bilanzen nach und vergleichen Sie diese Bilanzen mit den Bilanzen anderer palästinensischer Institutionen, und Sie werden den Unterschied sehen. Wir haben niemals mehr versprochen, als wir halten konnten. Wir sind vorsichtig gewesen, und dadurch haben wir uns allmählich das Vertrauen erworben, so daß man uns Gelder, Depots anvertraut hat, wodurch wir in Palästina mehr leisten können, als mit unserem eigenen Vermögen. Meine verehrten Damen und Herren! Es ist das erstemal, daß

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