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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 125

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 125 (sequence 132)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 125 tätig sein sollen. Während früher auf organisatorischem Gebiete und in manchen Finanzfragen doch große Anstrengungen gemacht wurden, um das zu verwirklichen, was wir tun sollten und konnten, wurden andere Teile unseres Programmes stiefmütterlich behandelt, ja vollkommen vernachlässigt. Nun, meine Damen und Herren! Zwei Jahre sind vorüber, das ist nicht viel, selbstverständlich; es ist aber genug, um sich Rechenschaft zu .geben, Umschau zu halten und zu sagen, inwiefern diejenigen Hoffnungen, die wir gehegt haben, sich gerechtfertigt haben. Ich denke, wir dürfen mit vollem Recht sagen: die Grundlinien, die wir gelegt haben, haben ihre Zweckmäßigkeit und ihren Nutzen für unsere Bewegung vollständig bewiesen. Durch das Verkleinern des Großen A. C. sind vielleicht manche Verbindungen mit entfernten Ländern etwas loser geworden. Das E. A. C. sucht das auszubessern durch die Reisen der einzelnen A. C. Mitglieder und durch die Versendung der Sekretäre zu Propagandazwecken; aber die Herren, die jetzt das Große A. C. bilden, haben durch ihr häufiges, regelmäßiges Zusammenarbeiten wirklich ein solches zentrales Organ gebildet, welches unseren Interessen vollständig entspricht. Es beteiligt sich aktiv an der Lösung aller schwebenden Fragen. Es hat eine dirigierende und kontrollierende -Bedeutung in allen Fragen, die auf der Tagesordnung stehen, deren Nützlichkeit allen jetzt klar ist. Das E. A. C. seinerseits hat Ihnen einen ausführlichen Bericht vorgelegt. Ich denke, daß Tatsachen und Ziffern die eloquenteste Sprache sprechen. Sie werden am besten beweisen, inwiefern diese kollegiale Arbeit von Nutzen für unsere Bewegung schon in diesen zwei Jahren sich erwiesen hat. Von mancher gegnerischen Seite wird zwar gesagt, ja, was faaben denn diese Herren in den 2 Jahren Großes geleistet? Nun, meine Herren, die Hascher nach raschen Erfolgen wurden schon längst, noch zu Herzls Zeiten, von hier gebeten, daß sie rasche Erfolge nicht in unsern Reihen suchen mögen. In einer so komplizierten Volksbewegung, mit so komplizierten großen Aufgaben, die uns vor Augen stehen, sollen wir nicht nach Erfolgen suchen, sondern nur nach einer gründlichen, zweckmäßigen, und fleißigen Arbeit (lebhafter Beifall). Und wenn Sie in dieser Richtung dasjenige untersuchen werden, was vom E. A. C. im Laufe dieser paar Jahre geleistet worden ist, so werden Sie unbedingt zugeben müssen, daß nach allen Richtungen, nach allen Teilen des zionistischen Programmes die größtmöglichen Anstrengungen gemacht worden sind, um weiter nach vorwärts zu kommen, um unsere Bewegung weiter zu führen. — In der politischen Tätigkeit, in der Palästinaarbeit, in der Organisation, in der Propaganda, sogar in der Kulturarbeit, in der es verhältnismäßig weniger noch leisten konnte, sind erste Schritte vorwärts gemacht worden. Ja, die Ergebnisse sind nicht nach allen Richtungen befriedigend. In der Rede des Mitgliedes des E. A. C, Herrn Dt. H a n t k e , haben Sie sogar gehört, daß noch ganze Gebiete vor unseren Augen stehen, die wir nicht bearbeiten, manchmal auch nicht berühren konnten. Aber das ist den Herren vollständig klar; sie wissen, daß sie da nichts geleistet haben, weil sie nicht die Möglichkeit hatten. Sie übernehmen es aber, in der nächsten Zeit auch da Arbeit zu leisten, selbstverständlich nur dann, wenn auch wir mitarbeiten und mithelfen werden. Auf verschiedenen Gebieten haben sich bereits Sprößlinge gezeigt von dieser fruchtbaren Arbeit. Was zu bewundern ist, daß gerade auf einem Gebiete, wo man es vielleicht am wenigsten erwarten konnte, nämlich auf dem Finanzgebiete, können wir sie konstatieren. Sie werden sich wohl an die Frage der Besteuerung unserer Institutionen, — der Bank, des N. F. und anderer zionistischen Finanzinstitute erinnern. Wiederholt wurde in früheren Zeiten darauf gedrängt und dabei hingewiesen, daß wir unmöglich unsere Arbeit weiter

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