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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 106

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 106 (sequence 113)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 106 — verstehe auch nicht, wie Herr Dr. Margulies, der doch das Wort beherrscht, etwas derartiges tun konnte. Ich bitte, diesem Beispiele nicht zu folgen. DeL Nisson-Kahan: Ich bitte zu beschließen, daß die Generaldebatte mit Anhören von Generalrednern, deren Anzahl später bestimmt werden wird, abgeschlossen werde. Es hat gar keinen Sinn, die Verhandlungen weiter fortzusetzen, nachdem bereits festgestellt ist, daß die verehrten Delegierten, die in der Generaldebatte das Wort ergriffen haben, weiter nichts zu sagen haben. (Ohorufe.) Wir haben es auch aus der Presse erfahren. Jeder ist sich klar, daß sich hier zwei verschiedene Ansichten gegenüber stehen und wir werden uns über diese Ansichten ganz klar werden, wenn wir noch zwei oder vier Generalredner anhören. Ich bitte also, den Antrag anzunehmen auf Schluß der Debatte mit Anhörung von Generalrednern. (Lebhafter Beifall. — Dr. B i e r e r: Mein Antrag ist weitergehend!) Präsident Wolffsohn :• Ein Antrag wurde mir überreicht, welcher lautet (liest): „Die Unterzeichneten beantragen, daß heute Donnerstag nachmittag eine vertrauliche Sitzung unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfindet, ohne Gäste und Presse und so eine eingehende Debatte über eine Reihe von internen Fragen abgeführt wrerde, die nicht für die breite Oeffentlichkeit bestimmt sind." Der Antrag ist unterstützt von etwa 40—50 Namen. Wenn dieser Antrag angenommen wird, ist es undenkbar, daß Sie hier Generalredner wählen. Dann hätte es absolut keinen Zweck. (Zwischenrufe und Unruhe.) Vizepräsident Dr. Bodenheimer: In den Bestimmungen unserer Geschäftsordnung ist gesagt: „Plenarsitzungen des Kongresses sind öffentlich. Die Ausschließung der Oeffentlichkeit kann durch einen gemeinsamen Beschluß des Actions-Comites und des Kongreßpräsidiums für bestimmte Punkte der Tagesordnung ohne Debatte beschlossen werden." (Sehr richtig!) Der Kongreß ist daher nicht berechtigt, über die Frage der Ausschließung der Oeffentlichkeit zu beschließen. Präsident Wolffsohn: Herr Dr. Bodenheimer hat vollkommen recht, daß wir nicht darüber verhandeln können. Wir kommen jetzt zum Antrag auf Schluß der Debatte und Wahl von Generalrednern. Del. Motzkin: Ich bitte ums Wort zur Geschäftsordnung! (Präsident Wolffsohn: Ich bitte!) Der Antrag, der vorhin gestellt wurde, muß vom Actions-Comite und vom Kongreßpräsidium erst behandelt werden. Das Actions-Comite hat noch nicht beschlossen. Wenn Sie den Beschluß fassen, Generalredner zu wählen, so ist dieser Antrag abgelehnt. Präsident Wolffsohn: Herr Motzkin, was nachher geschehen wird, geht den Kongreß nichts an! Hier liegt ein Antrag vor und über den beschließen wir. Es soll darüber abgestimmt werden, ob die Rednerliste geschlossen wird und an Stelle der angemeldeten Redner Generalredner gewählt werden. Die Zahl besprechen wir nachher. Ich bitte zu übersetzen. DeL Dr. Nacht übersetzt hebräisch. Del. Dr. Hochmann übersetzt englisch. Del. Syrkin übersetzt im Jargon und gebraucht hierbei hebräische Worte. (Heiterkeit.) Präsident Wolffsohn: Ich werde es Ihnen jüdisch sagen. (Lebhafter Beifall.) Man soll an Stelle der vielen Redner vier wählen als Generalredner. (Stürmischer Beifall.)

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