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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 103

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 103 (sequence 110)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 103 — Man behauptet, die Praktischen haben in Basel gesiegt, sie hatten dort auch die Majorität, deshalb hat man ihnen die Leitung gegeben, Man habe uns Politischen damals die Bank bloß gelassen. Das war ein Fehler. Heute habe die Majorität keine Veranlassung, bei dieser Abmachung zu bleiben. Deshalb müssen wir die Bank übergeben. Das stimmt aber nicht. In Basel hatten die Politischen die Majorität! So war es im Permanenzausschuß und im Kongreß. Wenn Sie das bezweifeln, mache ich darauf aufmerksam, daß im Kongreß überhaupt nicht darüber geredet und gekämpft wurde. Wenn man gekämpft hätte, hätten die Politischen die Dreiviertelmajorität gehabt. So war es damals in Basel. Wenn wir ihnen damals die Bank übergeben haben, so war es einzig und allein unser Wille, aus Friedensliebe. Präsident Wolffsohn: Sie wollen sagen, das Actions-Comite, die Leitung? Del. Jean Fischer: Selbstverständlich, wenn wir Ihnen damals die Leitung übergeben haben, so geschah es einzig und allein aus Friedensliebe. Ich hatte damals zufälligerweise die Ehre, im Permanenzausschuß zu sitzen, oder besser, im Ausschusse des Permanenzausschusses. Was in meiner Seele damals vorging, das können die Herren nicht wissen. Und ich erkläre Ihnen, daß wir überzeugt waren, in der Majorität zu sein und daß wir Ihnen einfach aus Friedensliebe die Leitung übergaben, um einmal Ruhe zu bekommen. (Lebhafter Beifall. — Zwischenrufe.) So ist es gewesen. Als wir, meine Herren, in Basel am zweiten oder dritten Tag Ihnen erklärten: Ihr könnt die Leitung glatt haben, da waren Sie paff, und dann begann ein Handeln und Feilschen. (Zwischenrufe.) Die Herren haben uns damals nicht, wie Herr Dr. Jacobson sagt, aus Friedensliebe die Bank gelassen, sondern, weil sie wußten, daß wir fest entschlossen waren, die Bank nicht herzugeben! (Lebhafter Beifall. — Zwischenrufe.) Das ist die Tatsache. Es sitzen doch auch die anderen Herren hier, die es wissen müssen. Wären wir damals nicht so fest entschlossen gewesen, Sie hätten uns auch nicht einen Augenblick die Bank gelassen. (Zwischenruf : Wie ist es heute?) Heute stehen wir auf demselben Standpunkt. Wir haben in Basel die Schlacht nicht verloren. Wir können sie heute ebenfalls nicht verlieren, und meine Herren! ich sage Ihnen, ich bin nicht so ein Lamm, wie Sie glauben! Ich habe in Basel verlangt, die Politischen sollen sich zusammenschließen. Herr Wolffsohn in seiner Friedensliebe hat gesagt: Tun wir das nicht, wir machen keine Opposition. Das haben wir auch die zwei Jahre so gehalten. Wir haben keine Opposition im Actions-Comite gemacht und keine außerhalb desselben. Ich habe mit niemandem eine Abmachung getroffen. Es gibt also keine Opposition, aber vielleicht wird eine kommen! Da wir also in Basel einen Akkord getroffen haben, ohne die Schlacht verloren zu haben, verlange ich von Ihnen: Halten Sie diesen Akkord ein! Jetzt wird die Frage aufgeworfen: Wie haben wir die Möglichkeit, zu arbeiten? Darauf will ich Ihnen antworten. Der politische Zionismus hat nicht viel geschaffen, bloß den Kongreß, bloß die Bank, bloß die Organisation, bloß den Nationalfonds, bloß die Ideen, bloß die Zionisten. (Zwischenruf.) Sie gehören auch dazu, Herr Dr. Hausmann! Nun sind die Praktischen am Ruder, und ich werde Ihnen eine Aufgabe geben: Sammeln Sie in den nächsten zwei Jahren ebenfalls sechs Millionen für eine Agrarbank, und ich werde der erste sein, der sagt, Sie haben etwas geleistet. Das ist Ihre Aufgabe. (Stürmischer Beifall.) Präsident Wolffsohn: Ich ersuche die Herren Delegierten, Platz zu

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