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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 73

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 73 (sequence 80)
Language
German, English, Hebrew
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— 73 - Kann mit Ziffern gekommen ist — mit richtigen oder unrichtigen, ist ganz egal — hätte man ihn nicht so behandeln sollen, wie es geschehen ist, nicht durch Ekstase und durch hohe Reden, sondern es hätte eine Kommission zur Untersuchung der Ziffern eingesetzt werden sollen. Wenn Sie das vor vier Jahren nicht getan haben, so ist es Ihre Pflicht, dies jetzt zu tun, wo die ganze große jüdische Masse sich sehr interessiert, was daran richtig und was unrichtig ist. Da wird es nicht helfen, wenn Herr Dr. Hantke von dieser Tribüne sagt, es ist nicht richtig. Da müssen Leute sein, die die Sache ruhig und objektiv untersuchen. Das kann man in einer so großen Versammlung nicht abtun. Man muß die eine und die andere Partei hören, die Ziffern vergleichen, die Gründe der Differenz untersuchen usw. Wenn man mit ruhigem Urteil gekommen wäre und die Sache ruhig behandelt hätte, wäre Herr Kann selbst nicht so weit gegangen, und wir würden jedenfalls wissen, was man damit zu tun hat. (Beifall.) Ich brauche keinen Applaus, mir hat der Kongreß nie applaudiert. (Unruhe.) Sie wissen, daß das E. A. C. sagt, es könne ohne Erfüllung dieser Wünsche nicht arbeiten. Die ganze Arbeit sei gelähmt, wenn es nicht Herr der zionistischen Finanzen wäre. Die anderen sagen, wir müssen die zionistischen Finanzinstitute retten — „rattewen" heißt es, was die Bedeutung hat: von einer großen Gefahr retten —, wir müssen die Banken schützen, wir müssen schauen, daß die Bank und die anderen Institutionen nicht bankrottieren. Erlauben Sie mir, in aller Bescheidenheit zu sagen, daß weder die einen, noch die anderen recht haben. Die Frage hat gar keine praktische Bedeutung. Die Herren vom E. A. C. hätten recht, wenn sie uns gezeigt hätten, daß im Verlaufe der fünfzehn Jahre, seit die zionistische Organisation besteht, Fälle vorgekommen wären, wo im Großen Actions-Comite eine Abstimmung stattgefunden hat, die der Aufsichtsrat umgestürzt hätte. Man könnte da sagen, da das Große Actions-Comite und der Aufsiebtsrat nicht identisch sind und verschiedene Beschlüsse vorliegen, wollen wir, daß die Meinung des Großen Actions-Comites durchgehe und nicht die der anderen Körperschaft. Ein solcher Fall kam aber nie vor, nicht nur nicht im Verlaufe der letzten zwei Jahre, sondern auch in den früheren Jahren nicht. (Lebhafte Zustimmung.) Es ist also nicht richtig, daß die Herren, weil sie nicht die Majorität im Aufsichtsrate haben, nicht den Einfluß hätten und daß sie ihn bekommen würden, wenn das E. A. C. mit dem Aufsichtsrat identisch sein würde. Wenn die Herren im Aufsichtsrate etwas nicht durchsetzen konnten, kann es nur in dem Falle gewesen sein, wenn das Große Actions-Comite dagegen war. Um Ihnen etwas zu sagen, was Ihnen klarer sein wird: Wir haben eine Generalversammlung der Bank und wir haben einen Kongreß. Der Kongreß ist verhältnismäßig dasselbe, was das Große Actions-Comite ist, die Generalversammlung das, was der Aufsichtsrat ist. Ist es je vorgekommen, daß die Generalversammlung nicht das beschlossen hätte, was vorher im Kongreß beschlossen wurde? (Rufe: O ja!) Nein. Ich kenne den Fall, wo im Kongreß ein Beschluß mit einer kleinen Majorität angenommen wurde, der dann in der Generalversammlung einstimmig angenommen wurde. Das war auf dem III. Kongreß. Diese Frage hat also keinen praktischen Wert. Ich werde nun sagen, warum die anderen Herren nicht recht haben. Ich glaube nicht, daß man hier etwas retten soll. Wenn man etwas retten soll, muß man es auch vor dem Aufsichtsrate retten. (Lebhafte Zwischenrufe.) Es ist gar nicht wahr! Diese Rettung ist gar nicht notwendig! Aber wenn die Herren das nicht einsehen wollen, so werde ich Ihnen etwas anderes sagen. Nach zwei Jahren wird der Antrag des E. A. C. ganz bestimmt angenommen werden. Man muß nur die großen jüdischen Massen an diesen Gedanken

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