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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 63

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 63 (sequence 70)
Language
German, English, Hebrew
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— 63 — ist, und daß nur die Fälle berücksichtigt wurden, wo tatsächlich die allergrößten Unregelmäßigkeiten — um uns milde auszudrücken — vorgekommen sind. (Lebhafter Widerspruch. — Zwischenrufe.) Hier wird mir zugerufen: Weil die Galizianer keine Pression ausgeübt haben. Zu diesem Kapitel könnte der Legitimationsausschuß auch einiges sagen, was den Herren von der Galizischen Landsmannschaft vielleicht nicht sehr angenehm zu hören wäre. (Zwischenrufe.) Im übrigen ist selbstverständlich davon keine Rede, daß eine Pression, die von irgendeiner Landsmannschaft versucht worden wäre, die geringste Aussicht gehabt hätte, vom Legitimationsausschusse berücksichtigt zu werden. Wenn Ihr Legitimationsausschuß Ihnen sagt, daß hier Dinge vorgekommen sind, die er sich scheut, vor dem Kongresse auszusprechen, und zwar im Interesse der Sache (Rufe: Bitte, reden Sie!), daß er bereit ist, einer aus allen Fraktionen, von allen Landesverbänden des Kongresses zu wählenden Kommission das Material vorzulegen und daß er überzeugt ist, die Kommission werde auch nicht einen Augenblick daran zweifeln, daß recht- und gesetzmäßig vorgegangen worden ist, so ist das alles, was wir hier tun können. (Rufe: Was ist mit den russischen Wahlen, was ist mit den Wiener Wahlen?) Sollten die Herren wirklich darauf bestehen, daß wir über alle Dinge, die vorgekommen sind, Rede und Antwort stehen, so können wir Ihnen weiter sagen, daß wir in Galizien nur in den äußersten Fällen zur Kassierung dieser beiden Mandate geschritten sind. Sollte also der hohe Kongreß irgendeinen Zweifel in die Unparteilichkeit des Legitimationsausschusses setzen, dann möge er beschließen, daß das Material von einer aus allen Fraktionen und Landesverbänden einzusetzenden Kommission nachgeprüft werde. Wir zweifeln nicht an dem Ergebnisse. (Lebh. Beifall.) Präsident Wolffsohn: Ueber diesen Punkt hat laut unseren Statuten eine Debatte überhaupt nicht stattzufinden. (Zustimmung.) Es liegt ein Antrag vor des Herrn Referenten. Dr. Reich, der ebenfalls gesprochen hat, ist aus Galizien, und Dr. Münk gehört der Kommission an, weshalb ich ihm das Wort gegeben habe. Wir kommen jetzt zur Abstimmung über den Antrag des Legitimationsausschusses. Ich bitte Herrn F i n z i, den Antrag zu verlesen. (Zwischenrufe: Er soll geteilt werden!) Dann bitte ich den ersten Teil des Antrages zu verlesen, Referent Finzi: «Der erste Teil des Antrages lautet (liest): „Der Legitimationsausschuß hat den Antrag gestellt, die Proteste aus der Bukowina, Westösterreidh, Galizien (3 Wahlbezirke), Palästina abzuweisen, ferner die zwei Neuwahlen, die erst angeordnet wurden, als die Proteste bereits beim Legitimationsausschuß waren, dennoch zu verifizieren." Präsident Wolffsohn: Wer für diesen Antrag ist, wolle die Hand erheben. (Rufe: Man versteht hier nichts.). Ja lauter sprechen können wir nicht, es ist ein Malheur. Es wurde mir mitgeteilt, daß man hinten im Saale überhaupt nichts hört. Da glaube ich, gibt es kein anderes Mittel, als daß die Anträge, die hier vorgebracht werden, von Jemandem mitten im Saale wiederholt werden, damit die Delegierten wissen, worüber sie abzustimmen haben. (Beifall.) Jch bitte, Herr Finzi, wiederholen Sie noch einmal den Antrag. Referent Finzi wiederholt den Antrag. Präsident Wolffsohn: Wer also für diesen Antrag ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Gegenprobe! (Nach einer Pause.) Der Antrag ist angenommen. Ich bitte nun, den zweiten Teil zu verlesen. Referent Finzi: Der Legitimationsausschuß stellt ferner den Antrag (liest): „Die Wahlen in den zwei galizischen Wahlkreisen Sanok und Skole sind auf Grund des vorliegenden Materials zu kassieren". Präsident Wolffsohn: Sie haben den Antrag gehört. Jene Herren,

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