Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 55 (sequence 62)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3476254-3476276--3974-3480117- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
— 55 — Werkzeuge unserer Bewegung nicht robust genug sind, um unvorsichtiger oder rücksichtsloser Handhabung zu widerstehen, und daß ihr Zusammenbruch, wenn auch nicht dem zionistischen Gedanken, aber doch der heutigen zionistischen Organisation tödlich werden könnte. Möchte der .Kongreß endlich nicht vergessen, daß man einer großen Sache durch theoretisch einwandfreie Beschlüsse nicht nützt, wenn die gewöhnliche Einsicht vorherzusehen gestattet, daß ihre Verwirklichung zurzeit unmöglich ist. Ich wünsche aus tiefstem Herzen, daß der XI. Kongreß den Zionismus seinem erhabenen Ziel um eine ansehnliche Wegstrecke näherbringen möge, und bin dessen hochachtungsvoll ergebener Dr. M. Nordau." (Stürmischer, langanhaltender Beifall.) Ferner ist ein Telegramm von Nathan Strauß aus Amerika eingelaufen. (Lebhafter Beifall.) Mitglied des E. A. C. Sokolow (übersetzend): „Herzliche Grüße an meine Brüder im Zionisten-Kongreß. Ich bedaure außerordentlich, daß ich nicht in der Lage bin, bei Ihnen zu weilen. Mögen Ihre Verhandlungen das Resultat ergeben, jedes jüdische Herz mit Enthusiasmus für unsere Sache zu erfüllen. Der Zionismus ist der Ausdruck des Lebenswillens des Juden in der Gegenwart (lebhafter Beifall) und die fruchtbarste Begeisterung für seine Bestrebungen in der Zukunft. Nathan Strauß." (Lebhafter Beifall.) Präsident Wolffsohn: Es sind ferner Begrüßungsschreiben eingelangt: Von der Herzliah aus Jaffa. Das Schreiben ist sehr lang, ich werde daher nur den Anfang und das Ende zur Verlesung bringen (liest hebräisch). Weiters von der Ir hakodesch Jeruscholajim. (Lebhafter Beifall.) Ich bitte, die weiteren Zuschriften zu verlesen. Sekretär Dr. Rosenblüth (liest): Von der Zionistischen Federation von Frankreich, vom Zionistischen Distriktkomitee in I g I a u, von der Israelitischen .Kultusgemeinde in Budweis, vom Zionistischen Landesverband Südafrika in Johannesburg, vom Zionistischen Distriktskomitee für Böhmen und von den einzelnen zionistischen Vereinen. Ferner von Dr. Grüneberg im Namen der Ortsgruppe Elberfeld, die 120 M. für den Nationalfonds spendet, von der Ortsgruppe Lübeck, die 60 M.r und von der Ortsgruppe Köln, die 150M. für den Nationalfonds spendet, von Herrn P i n e 1 e s, von der Israelitischen Kultusgemeinde Mähr. - Ostrau, von den Ortsgruppen Dortmund, Wiesbaden, Berditschew u. a. Präsident Wolffsohn: Ich glaube, wir verzichten jetzt auf die weitere Verlesung der in die Hunderte gehenden Zuschriften und werden den Rest in den nächsten Sitzungen bekannt geben. (Zustimmung.) Das Wort hat Herr Jean Fischer zur Stellung eines Antrages. Del. Jean Fischer, Antwerpen (mit lebhaftem Beifall begrüßt): Hoher Kongreß! Ich unterbreite Ihnen folgenden Antrag: Als Antwort auf das Begrüßungsschreiben, welches uns heute hier von Dr. N o r d a u verlesen wurde, beantrage ich, der XI. Zionistenkongreß möge folgendes Telegramm an Dr. Nord au absenden (liest): „Der XI. Zionistenkongreß dankt dem Altmeister und Mitbegründer der zionistischen Organisation