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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 54

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 54 (sequence 61)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 54 — in Hurrastimmung, weder für noch gegen, sondern nach kalter Ueberlegung vom Kongreß entschieden werden soll. 3. Eine Kommission — und da fürchte ich das Wort auszusprechen — eine Kommission für Gegenwartsarbeit. Unser lieber Herr Sokolow hat gestern eigentlich ein Programm der Gegenwartsarbeit gegeben; wenn Sie die zweite Hälfte seiner Rede genauer analysieren, werden Sie sich leicht davon überzeugen; und nun, verehrter Kongreß, wenn Sie die Presse verfolgt haben, so wissen Sie, daß die Fragen der Gegenwartsarbeiten jetzt nicht nur die meisten Zionisten interessieren, sondern sie stehen auf der Tagesordnung. Unser lieber Freund Julius Simon hat heute ebenfalls eines der wichtigsten Gegenwartsprobleme angeschnitten, als er sagte, der Nationalismus soll sich an Palästina anlehnen. Ich beantrage also drei Kommissionen, und zwar die Palästinakommission, bestehend aus 33 Mitgliedern; denn es gibt dort die verschiedensten Fragen zu erledigen, die Kulturkommission, die aus 15 Mitgliedern bestehen soll, da es sich nicht mehr um prinzipielle, sondern um konfrete Fragen handeln wird und die Kommission für Gegenwa/tsarbeiten, bestehend aus 21 Mitgliedern. Ich habe gesprochen. (Beifall.) Präsident Wolffsohn: Herr Dr. Pasmanik beantragt, daß der Permanenzausschuß beauftragt werden soll, Vorschläge für die Zusammensetzung 1. einer Palästinakommission aus 33 Mitgliedern, 2. einer Kulturkommission, bestehend aus 15 Mitgliedern und 3. einer Kommission für die Gegenwartsarbeiten, bestehend aus 21 Mitgliedern zu erstatten. Ich glaube, Herr Dr. Pasmanik, nachdem der Permanenzausschuß noch nicht zusammengetreten ist, wollen wir diesen Antrag für Nachmittag zurückstellen. Del. Chasanowitsch: Eine Kommission für Gegenwartsarbeit soll nicht gebildet werden. Ich stelle den Antrag, daß über die Kommission für Gegenwartsarbeiten zur Tagesordnung übergegangen werde. Präsident Wolffsohn: Wir beraten ja noch nicht darüber. Ich werde jetzt von dem riesigen Einlauf von Begrüßungen einiges zur Verlesung bringen. Geehrter Kongreß! Zunächst werde ich einen Brief von Dr. No rd au verlesen. (Hört-Hörtrufe.) Der Brief lautet (liest): „Hochgeehrter Kongreß! Obschon unabwendbare Umstände, zum erstenmal seit der Entstehung der zionistischen Organisation, mich verhindert haben, für den XI. Kongreß einen Vertretungsauftrag anzunehmen und mich an seinen Arbeiten zu beteiligen, drängt es mich doch, ihm aus der Ferne zu seiner Eröffnung meinen Gruß zu senden. Ich werde seinen Verlauf mit leidenschaftlicher Anteilnahme verfolgen und jedes Wort, das in seinen Sitzungen gesprochen wird, ist sicher, in meiner Seele einen lauten Widerhall zu wecken. Ich wünsche auf das Innigste, der Kongreß möge in der Stadt Herzls stets den ganzen Umfang des Herzlschen Gedankens im Auge behalten und keinen Augenblick lang vergessen, daß eine Arbeit, die lediglich die Vorbereitung Palästinas zur Aufnahme möglichst zahlreicher jüdischer Einwohner bezweckt, für die Gesamtheit des jüdischen Volkes ohne Nutzen bleibt, wenn nicht gleichzeitig möglichst zahlreiche Juden zu dem Bestreben erzogen werden, in dem für sie vorbereiteten Palästina Aufnahmt zu suchen. Möge ferner der Kongreß immer der Tatsache eingedenk bleiben, daß die mit harter Mühe geschmiedeten finanziellen

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