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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 332

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 332 (sequence 332)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476274--3877-3480019
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— 332 — diesem Grunde muß unsere Fraktion dabei bleiben, daß wir nur für den ersten Absatz der ersten Resolution stimmen. Wir sind überzeugt, daß die zionistische Organisation, wenn sie wirklich einmal dazu kommt, das Kultur- und Erziehungswerk im Orient kräftigst zu unterstützen, alle Erziehungs^ und Kulturanstalten unterstützen wird, die wirklich Kultur verbreiten werden. (Beifall.) Vizepräsident Dr. Marmorek (unterbrechend): Sie halten eine Rede. Sie haben zur Geschäftsordnung bloß eine Erklärung abzugeben. Del. Kaplansky: Ich stelle gleich einen Antrag. Vizepräsident Dr. Marmorek: Ich bitte sehr. Del. Kaplansky (fortfahrend): Ich bin überzeugt, daß die zionistische Organisation alle Kulturanstalten unterstützen wird. Und gerade so, wie wir es dulden können und decken wollen, daß die zionistische Organisation Kulturanstalten meinetwegen misrachistischer Richtung fördert, haben wir auch geglaubt, daß die Vertreter der Misrachi die Verantwortung übernehmen können, daß Kulturanstalten von der zionistischen Organisation gefördert werden, die nicht orthodox-jüdischer Richtung sind, Wir sind für den Absatz 1 der Resolution I und können für den 2. Absatz der I. Resolution nicht stimmen, weshalb ich getrennte Abstimmung über Resolution I beantrage. Vizepräsident Dr. Marmorek: Es sind noch eine ganze Reihe Redner angeblich zur Geschäftsordnung eingetragen. Ich werde nur denjenigeni Herren das Wort erteilen, die einen Antrag stellen oder eine tatsächliche Berichtigung vorbringen wollen. Del. Dr. Halpern: Gegenüber dem hier Vorgebrachten stelle ich nochmals den Antrag, daß wir ohne Debatte den Anträgen der Kulturkommission zustimmen (Beifall), und begründe ihn mit wenigen Worten durch folgendes Die Anträge, die hier gestellt worden sind, sind ein Minimum dessen, wofür jemand, der überhaupt jüdische Kultur, losgelöst vom ganzen Komplexe der Fragen der Religion, in unserer Bewegung fördert, eintreten muß, und ich mache den hohen s Kongreß darauf aufmerksam, daß, wenn Sie dem Antrage Friedemann-Struck zustimmen, die Sache dem A. C. zu überweisen, das nicht mehr und nicht weniger bedeutet als eine glatte Ablehnung unserer gesamten Kulturarbeit. Es wird und muß dann heißen, der Kongreß hat, vor die Frage gestellt, ob er die vitalsten Aufgaben in Palästina, die ihm vorliegen, aufnehmen will, das abgelehnt. Darauf mache ich Sie aufmerksam. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Lichtheim: Hoher Kongreß! Nachdem die Sache angeschnitten ist, bin ich ebenfalls der Ansicht des Herrn Dr. Halpern. Ich ziehe daher den Antrag auf Ueberweisung an das A. C. zurück und unterstütze den Antrag Simon-Hatpern und zwar beantrage ich, die Resolution ohne Debatte anzunehmen. Del. Berlin (spricht hebräisch). Vizepräsident Dr. Marmorek: Herr Berlin beantragt, man möge die Sache dem E. A. C. überweisen. Del. Möller: Geehrter Kongreß. Ich habe eine Erklärung ab¬ Vizepräsident Dr. Marmorek (unterbrechend): Ich mache darauf aufmerksam, daß ich außer den eingeschriebenen Rednern niemanden mehr eine Erklärung abgeben lasse. Anträge kann ich annehmen, die Debatte muß abgeschlossen werden. Del. Möller: Ich habe auf diesem Kongreß zum ersten Male die Ehre gehabt, von dieser Tribüne herab zu den versammelten Vertretern des jüdischen Volkes zu sprechen. zugeben . . - .

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