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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 321

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 321 (sequence 321)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 321 — Del. Melamed: Ich bitte also, den Antrag nicht anzunehmen. Wir müssen über die Sache debattieren, die Frage ist zu wichtig. Vizepräsident Dr. Marmorek: Wir schreiten zur Abstimmung darüber, ob die Debatte ohne Anhörung der eingeschriebenen Redner geschlossen werden soll. Wer dafür ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht) Gegenprobe! (Nach einer Pause) Der Antrag ist angenommen. (Rufe: das ist nicht richtig, es muß Dreiviertel-Majorität sein!) Pardon, ich habe mich geirrt, es muß Dreiviertel-Majorität sein, und wir werden noch einmal abstimmen. Ich ersuche jene Herren, welche gegen den Schluß der Debatte sind, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Der Antrag ist abgelehnt. Es liegt noch ein Antrag vor auf Schluß der Debatte mit Anhörung der eingeschriebenen Redner. (Rufe: wieviel sind es?) Es sind noch 6 Redner vorgemerkt. Selbstverständlich involviert die Annahme des Antrages auch den Schluß der Rednerliste. Diejenigen Herren, welche dafür sind, daß die 6 noch eingetragenen Redner zum Worte kommen, die Debatte aber damit geschlossen werde, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause.) Der Antrag ist angenommen. Das Wort hat Herr I. W a s s e 1 e w s k i. Del. Israel Wasselewski (hebräisch. — Unruhe.) Vizepräsident Dr. Marmorek: Ich bitte um Ruhe! Herr Wasselewski warten wir. Das geht nicht, daß wieder Unruhe eintritt. Diejenigen, welche sich entfernen, bitte ich, das geräuschlos zu tun. Del. Wasselewski (setzt die Rede in hebräischer Sprache fort.) Vizepräsident Dr. Marmorek: Ihre Zeit ist bald um, Sie müssen . schließen, drei Minuten! Del. Wasselewski (schließt seine Rede in hebräischer Sprache.) Vizepräsident Dr. Marmorek: Herr Wasselewski spricht sich gegen einen eventuellen Antrag aus, die Bank zu besteuern. Herr S a c k h e i m hat das Wort. Del. Sackheim (beginnt hebräisch): Verehrter Kongreß! Wegen der vorgerückten Stunde spreche ich deutsch, damit wir nicht zu übersetzen brauchen. (Deutsch fortfahrend): Ich will mich gegen den Antrag des Herrn Wiener aussprechen, die Nationalfondsmarke für das Budget des E. A. C. zu überweisen. Man will damit eine Vermehrung der Einnahmen für die Organisation schaffen. Man wird aber gerade das Gegenteil davon erzielen. Wenn man jetzt die Nationalfondsmarke kauft, tut man es, weil man damit eine zionistische Demonstration einesteils beabsichtigt und anderteils tut man es, weil man damit das Bestandkapital des Nationalfonds vermehren will. Wenn man aber weiß, daß die Nationalfondsmarke nur zum Zwecke der Deckung von Ausgaben da ist, wird man sie nicht kaufen. Wir werden dann also nicht nur nicht mehr Geld haben, sondern weniger und auch die Demonstration werden wir verlieren. Ich bin aber für den Antrag des Herrn Dr. Becker, daß man die zionistischen Institutionen besteuern soll und zwar auch die Bank, denn es gibt viele private Banken, die kulturelle und andere Bestrebungen unterstützen. Es ist ganz selbstverständlich, daß unsere Bank zur Organisation beitragen muß, aber ich bin ganz entschieden gegen die Absicht, auch den Nationalfonds zu dieser Besteuerung heranzuziehen. Vizepräsident Dr. Marmorek: Herr Braunstein hat das Wort. Del. E. F. Braunstein (spricht französisch). Vizepräsident Dr. Marmorek: Herr Braunstein wünscht, daß von dem Gelde, welches für Propagandazwecke ausgegeben wird, ein 21

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