Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 319 (sequence 319)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 319 — weil ich nicht weiß, wozu diese Posten verwendet werden sollen. Ich kann nur hiervon Schlüsse ziehen und will bei dieser Gelegenheit aut das alte Budget von 1910/11 zurückkommen. Da finden wir folgende Posten: Das E. A. C. ist schuldig an die Londoner Bank 133 000 M. (Hört, hört!) Davon sind inzwischen 43 000 M. eingegangen, so daß die restlichen Schulden noch 90 000 M. betragen. Außerdem wurden die Kongreßkosten, die Uebersiedlungskosten und die Verwaltung für drei Monate berechnet, so daß 'sich die Schuld - Post auf 165 000 M. per 1. Oktober stellen wird. Nachdem hier in diesem Berichte von diesen 165 000 M. keine Rede ist und auch sonst niemand diese Schulden erwähnt hat, nehme ich an, daß das Geld zur Deckung dieser Schuld inzwischen aufgebracht wurde. Wir stehen vor einem neuen Budget und da möchte ich nur die Zittern vergleichen. Das alte E. A. C. hat iür Agitation und Propaganda 2732 M. ausgegeben. Die neue Leitung beansprucht 18 000 M., folglich beabsichtigt sie, 16 000 M. für Agitation und Propaganda mehr auszugeben. Es ist das sehr erfreulich und wir wollen hoffen, daß wir für diese 16 000 M. zumindest zwei tüchtige Agitationsredner erhalten, welche fortwährend herumreisen und Agitation und Propaganda betreiben werden. Die zweite Post „Broschüren und Protokolle" betrug bisher 800 M., die neue Post beträgt 4000 M., es werden also 3200 M. für diesen Zweck mehr verlangt, was ebenfalls eine erfreuliche Tatsache ist. Für Gehälter werden jetzt gegenüber den 20 000 M. im alten Budget 33 000 M. verlangt. Ich nehme an, daß dies im Zusammenhang mit dem neuen E. A. C. zu bringen sein wird. Für Postporti und Telegramme wurde bis jetzt 3000 M. ausgegeben; künftig werden 8000 M. beansprucht. Ich hoffe daher, wir werden umso viel Briefe mehr bekommen, als dies bisher der Fall war. (Heiterkeit.) Die Subventionen betrugen 4600 M., nunmehr betragen sie 6600 M. Diese Differenz von 2000 M. ist gewiß eine sehr erfreuliche Tatsache und wir wollen hoffen, daß sie auch richtig für diesen Zweck verwendet wird. Vizepräsident Dr. Marmorek: Ich bitte zu schließen, ich war wohlwollend genug; es sind schon 5 Minuten vergangen, während wir die Redezeit auf drei Minuten beschränkt haben. Del. Tropp (fortfahrend): Geehrter Kongreß! Im Gegensatz zum Finanzausschuß bin ich der Ansicht, daß dieser erste Punkt von 28 000 M., welcher vom Nationalfonds verlangt wird, nicht gebraucht wird. Dabei gebe ich sofort zu, die Leitung muß und soll Geld haben. Ich will gleichzeitig aber sagen, daß wir bis heute die größte Sünde damit begangen haben, daß der Schekelverkauf nicht richtig organisiert war, sonst hätten wir von Galizien nicht 6000 sondern 15 000 Schekel. Diese Summe von 28 000 M. wurde bewilligt, weil die neue Leitung der Ansicht ist, daß sie das Geld haben muß. Derselben Ansicht bin ich auch, aber es soll aus einer anderen Einnahmequelle genommen werden. Daher stelle ich den Antrag: „Es ist erst dann die Subvention (bzw. die Rückvergütung), des jüdischen Nationalfonds in der Höhe von 28 000 M. für die Deckung der Ausgaben des neuen E. A. C. für das Jahr 1911/12 in Anspruch zu nehmen, wenn die Einnahmen des Schekels und Jahresbeiträge zur Deckung des Budgets nicht hinreichend und auch diese Summe von 28 000 M. decken würde. Sollte der Betrag im Kreditwege inzwischen behoben werden, so muß er zurückgezahlt werden." DeL Barth: Hoher Kongreß! Wenn wir vorhin den Antrag gestellt haben, die bisherigen Nationalfondsmarken dem A. C. zu überweisen, so