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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 318

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 318 (sequence 318)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476274--3863-3480005
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— 318 — wendung der Nationalfondsmarke vernachlässigt wird, weil einzelne sich sagen, ich habe verschiedene Mittel und Wege, um dem Nationalfonds Gelder zuzuführen. Wenn aber die Ueberzeugung sich durchdringt, dab dies ein wesentliches Mittel ist, um die politische Organisation zu alimentieren und daß diese in Verlegenheit gerät, wenn die Gelder nicht eingehen, dann wird das Verantwortlichkeitsgefühl gestärkt werden und diese Mittel werden in viel reichlicherem Maße einfließen. Es wird dann nicht so häufig vorkommen, daß wir Zionisten aus irgendeiner Laune die Nationalfondsmarken nicht verwenden werden. Ich will die Geduld des Kongresses nicht länger in Anspruch nehmen und es wird noch Gelegenheit sein, bei der Finanzdebatte darauf zurückzukommen. Ich habe den Antrag gestellt, der Zionistenkongreß wolle beschließen, die Einnahmen aus der Nationalfondsmarke zur Deckung der Kosten der zionistischen Organisation zu überweisen. Ich bitte Sie, diesem Antrage zur Mehrheit zu verhelfen. Del. Torczyner (spricht hebräisch). Ussischkin (übersetzend): Herr Torczyner bitttt die neue Leitung, den festgesetzten Betrag von 800 Francs für die Förderung der Herausgabe des Ben J e h u d a sehen Wörterbuches, den er als zu gering betrachtet, zu erhöhen. Del. Goldreich (zur Geschäftsordnung): Ich begreife nicht, daß wir hier in eine Debatte eintreten und im Dunkeln herumtappen. Es ist notwendig, daß der Vorsitzende des Finanzausschusses uns Bericht erstattet, damit wir wissen,- worüber wir zu debattieren haben. Ich stelle daher den Antrag, der Vorsitzende des Finanzausschusses möge hier Bericht erstatten. Auf dieser Basis können wir dann hier debattieren. Vizepräsident Dr. Marmorek: Herr Dr. Hantke hat das Wort als Vorsitzender des Finanzausschusses. Del. Dr. Hantke: Geehrter Kongreß! Der Finanzausschuß war ursprünglich zu der Ansicht gekommen, daß das Budget bis zu einem bestimmten Grade von den Institutionen garantiert werden müßte. Deshalb wurde mir der Auftrag erteilt, mit dem Aufsichtsrate der Colonialbank und dem Direktorium des Nationalfonds zu verhandeln, und es haben gestern abend und heute vormittag Verhandlungen stattgefunden, deren Resultat ist, daß uns von diesen Institutionen nichts bewilligt worden ist. , (Rufe: Hört, hört! — Warum?) Es ist die Idee vertreten worden, daß es nicht schwer sein wird, mit Hilfe der sich hoffentlich steigernden Sehekelgelder und mit Hilfe von Jahresbeiträgen das Budget zu decken. Infolge dessen ist der Finanzausschuß nicht mehr in der Lage, irgendwelche anderen Vorschläge zu machen. Auch ich bin der festen Ueberzeugung, daß, wenn die gesamte Organisation Vertrauen zur neuen Parteileitung haben und dieses Vertrauen durch die Tat bezeigen wird, die Schekelgelder und die freiwilligen Beiträge zu einer Deckung des Budgets führen werden, wenigstens in der jetzt aufgestellten Höhe. Das ist die Sachlage, und aus diesem Grunde kann Ihnen der Finanzausschuß einen Bericht nicht erstatten. Del. Syrkin (zur Geschäftsordnung): Ich beantrage, die Redezeit auf drei Minuten zu beschränken. Vizepräsident Dr. Marmorek: Diejenigen, die dafür sind, bitte ich, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause.) Der Antrag ist angenommen. Del. Tropp: Es wurde uns vor fünf Minuten ein Auszug des Budgets für das Jahr 1911/12 vorgelegt. Es ist also sehr schwer in diesen paar Minuten sich hier ein genaues Bild zu machen und dies umsoweniger,

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