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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 317

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 317 (sequence 317)
Language
German, English, Hebrew
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— 317 - die erfreuliche Tatsache vor, daß ein recht hoher Betrag als Garantietonds für diese Jahresbeiträge gezeichnet worden ist, so daß man wohi zu der Annahme berechtigt ist, daß für das erste Finanzjahr der Eingang von Jahresbeiträgen in der vorausgesehenen Höhe erfolgen wird und daß wir diese 138 000 M., die zur Balancierung des Budgets absolut notwendig sind, werden einnehmen können. Ich stehe jedoch, meine sehr geehrten Damen und Herren auf dem Standpunkte, daß es nur für die Uebergangszeit möglich sein wird, der Gesamtorganisation durch Jahresbeiträge eine erhebliche Einnahmequelle zu eröffnen. Ihrem Wesen nach sind nämlich Jahresbeiträge weit mehr für die Landesorganisationen und für die lokalen Gruppen bestimmt, als für die Weltorganisation, denn nur für sehr reiche Gesinnungsgenossen wird es möglich sein, der Weltorganisation dauernd erhebliche Jahresbeiträge zu leisten. Die Gesinnungsgenossen im Lande, in der Welt 'und in der Provinz sind häufig in die Lage versetzt, für die Zwecke der Presse, für die Zwecke des Landes, für Zwecke der hebräischen Organisation, ganz abgesehen von allen anderen jüdischen Zwecken, die doch auch von 'unserer Seite Berücksichtigung verdienen, erhebliche Opfer darzubringen. Darum wird die zionistische Weltorganisation als eine dauernde Einnahmequelle ,auf diese Beiträge nicht zu rechnen haben. Ich habe nun, meine werten Freunde, einen begründeten Antrag gestellt, der bereits ausreichende Unterstützung gefunden hat, daß unsere N. F.-Marke dem E. A. C. als Einnahmequelle überwiesen werde. Meine Damen und Herren! Gegen eine perzentuelle Besteuerung unserer Institutionen, der Banken und auch des N. F. werden aus unseren Reihen die größten Bedenken erhoben. Es wird geltend gemacht — und nicht mit Unrecht — daß die Verwaltungsauslagen dieser Institutionen naturgemäß hohe sind, da wir einen weitverzweigten Mechanismus haben, bestehend in der Weltzentrale, Landessammelstellen, Ortsgruppen und daß nahezu dreißig Prozent aus diesem Grunde aus den Einnahmen des Nationalfonds wegfallen. Ich sehe aus dem uns vorliegenden Berichte, daß weitere 20 000 M. von den Einnahmen des Nationalfonds als Rückvergütung an das E. A. C. in Abzug gebracht werden. So stehen wir jetzt schon vor der Tatsache, daß über ein Drittel der Einnahmen des N. F. nicht den eigentlichen Zwecken dienen. Ich meine, es wird ein friedlicher, ein gelungener Ausgleich sein, wenn wir dem Nationalfonds nicht Geld wegnehmen, sondern wenn wir ihm nur eine Idee wegnehmen, das ist die Idee der Marke. Meine Damen und Herren! Gegen die Ueberweisung der N. F.-Marke auf das E. A. C. sollten eigentlich die mildesten Bedenken sein, denn alles das, was in der zionistischen Presse gegen die perzentuelle Besteuerung des N. F. hervorgehoben wurde, selbst die Tatsache, daß wir von den Juden der ganzen Welt doch einen nicht unerheblichen Teil für den N. F. erhalten, obwohl diese Leute nicht durchweg Gesinnungsgenossen sind, und daß es somit Unrecht wäre, von diesem Gelde für politische Zwecke der Partei etwas wegzunehmen, verfängt nicht hinsichtlich der N. F.-Marke, die ausschließlich von Gesinnungsgenossen verwendet wird. Es gibt wohl kein Land in der gesamten zionistischen Organisation, in welchem die N. F.-Marke von Leuten verwendet und entwertet wird, die nicht Zionisten sind. Wir sind vor jeder üblen Nachrede geschützt, wenn wir dieses Mittel der Organisation überweisen. Meine Herren! Nach den Erfahrungen der letzten Jahre bringt die N. F.-Marke 35 000 bis 38 000 M. ein, also nahezu die 10 o/o, welche als Besteuerung des Nationalfonds gefordert worden sind. Ich bin aber der Meinung, daß diese Sammelmittel, wenn es dem E. A. C. als Einnahmequelle überwiesen wird, doch sehr große Chancen hat. Ich sehe nicht ein, warum es nicht /möglich sein sollte, durch eine gewissenhafte Propaganda die Einnahme aus diesem Mittel auf das Zweifache und Dreifache zu erhöhen; denn wir machen die Erfahrung, daß gerade die zionistische Demonstration in Gestalt der Ver-

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