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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 294

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 294 (sequence 294)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476274--3839-3479981
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— 294 — Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Ich glaube, es ist nicht nötig, eine Erläuterung zu geben. Wer für diesen Antrag ist, bitte ich die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause): Der Antrag ist angenommen. Referent Dr. Margulies (liest): ,,§ 3. Sitzungen und Protokolle. Die Plenarsitzungen des Kongresses sind öffentlich. Die Ausschließung der Oeffentlichkeit kann durch gemeinsamen Beschluß des A. C. und des Kongreßpräsidiums für bestimmte Punkte der Tagesordnung ohne Debatte beschlossen werden." Die Worte „ohne Debatte" sind eine von uns beschlossene Einfügung. Absatz 2 soll lauten (liest): „Ueber die Verhandlungen im Plenum wird ein stenographisches Protokoll aufgenommen und veröffentlicht."' Absatz 3 bleibt, Absatz 4 und 5 werden gestrichen, Absatz 6 bleibt. Del. Dr. M. Rosenfeld: Geehrter Kongreß! Ich beantrage die Aenderung des Absatzes 3 des § 3, und zwar soll er heißen: „Die offizielle Sprache des Kongresses ist Hebräisch. Die Verhandlungen werden jedoch, solange dies aus praktischen Gründen zweckmäßig erscheint, auch in anderen von den Delegierten gebrauchten Sprachen geführt." Ich will das ganz kurz begründen. Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Vielleicht verzichten Sie auf die Begründung? Del. Dr. M. Rosenfeld (fortfahrend): Ich bin gleich fertig. Ich glaube, es ist eine Unaufrichtigkeit, wenn im Kongreß der Beschluß angenommen wird, daß die offizielle Sprache die hebräische Sprache ist. Auf diesem Kongresse haben Sie eine große Debatte darüber gehabt. Zwei offizielle Sprachen, Hebräisch und Deutsch, können wir nicht haben. Das gilt schon angesichts der Erklärung, die Herr Dr. N o r d a u von dieser Tribüne abgegeben hat. Ich beantrage daher, diese Fassung zu streichen und will, daß die Delegierten offiziell hebräisch sprechen, aber die Möglichkeit haben, andere Sprachen, die aus praktischen Gründen zweckmäßig sind, anzuwenden. Die übrigen Absätze sollen gestrichen werden. Del. Dr. Steiner: Ich stelle folgenden Antrag zu Absatz 4: „Die in hebräischer oder deutscher Sprache gehaltenen Reden sind in das offizielle Protokoll aufzunehmen. Reden, die in anderen Sprachen, in englischer und französischer Sprache, gehalten sind, sollen auch in das Protokoll aufgenommen werden/* Referent Dr. Margulies: Hoher Kongreß! Ich muß doch diese drei Absätze verlesen, damit Sie überhaupt wissen, worum es sich handelt. Absatz 3, welcher bleiben soll lautet (liest): „Die offizielle Sprache des Kongresses ist die hebräische; die Verhandlungen, werden jedoch, solange dies aus praktischen Gründen zweckmäßig erscheint, in deutscher Sprache geführt. Die Delegierten sind berechtigt, auch andere Sprachen zu gebrauchen. Derartige Ausführungen werden auszugsweise durch die Schriftführer übersetzt." Die nächsten zwei Absätze wollen wir streichen. Diese zu streichenden Absätze lauten wie folgt (liest): „Die in hebräischer oder deutscher Sprache gehaltenen Reden sind in das offizielle Protokoll aufzunehmen; Reden, die in anderen Sprachen gehalten sind, sind im Protokoll auszugsweise wiederzugeben. Das Protokoll wird in deutscher Sprache veröffentlicht, solange das Actions-Comite nichts anderes beschließt."'

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