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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 263

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 263 (sequence 263)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476274--3808-3479950
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— 263 — Sympathie diesem Unternehmen, welches hohe kulturelle Bedeutung besitzt, ausdrücken (liest): „Der Kongreß begrüßt freudig die in letzter Zeit entfaltete vielversprechende literarische Tätigkeit in Palästina, wie sie hauptsächlich in den Publikationen „Hachinuch" und „Moledeth" sowie in den Ausgaben des „Leam" und „Jephet" zum Ausdruck kommt." (Lebhafter Beifäll und Händeklatschen.) Leider mußte sich die Palästinakommission auch mit einer Sache befassen, welche wir zwar in eine ungemein konziliante und nach keinerlei Richtung hin verletzende Resolution zusammengefaßt haben, die ein Minimum einer Stellungnahme darstellt. Sie wissen alle, wie hoch der Kulturwert der in Palästina geschaffenen neuen Schulanstalten ist. Sie wissen, welche gewaltige Bedeutung für die Wiederbelebung der h'ebräisdien Sprache und für die Schaffung nationaler Kulturwerte, insbesondere für die Befestigung der Liebe der Jugend zu den nationalen Kulturwerten unsere Gymnasien in Jaffa und Jerusalem, sowie die Schule Taschkemoni haben. Leider hat sich auf Grund des Nebeneinanderbestehens von Schulen verschiedener Richtung, nämlich einer Schule von sogenannter freisinniger Richtung und einer religiösen Schule, wie es die TaschkemonisChule ist, für die wir das gleiche Wohlwollen empfinden, ein Kulturkampf entwickelt. Die beiden Schulen befehden einander, und da ist es von einer Seite zu Ausschreitungen gekommen, zu denen der Kongreß Stellung nehmen muß. Es ist dazu gekommen, daß man der Gegenseite Vorwürfe gemacht hat, welche objektiv sicherlich unrichtig sind und auch1 das Maß des im Kampf Lieblichen und Erlaubten überschreiten. Wenn man den Männern, welche sich das gewaltige Verdienst der Begründung und Erhältung des Jaffagymnasiums erworben haben, vorwirft, daß sie bloß eine fremde Fahne hebräisch färben oder daß sie eine Anstalt gegründet haben, die sich zum Ziele gesetzt hat — ich zitiere wörtlich — die Thora und die Propheten in den Herzen der Jugend zu erniedrigen, oder daß sie Verachtung gegen das Heiligste der Nation verbreiten, so glaube ich. sind das Aussdhreitungen, die man nicht unwidersprochen hinnehmen soll. (Lebhafter Beifäll und Händeklatschen.) Unsere Resolution, welche ja entschieden nicht aufreizen, sondern nur den richtigen Zustand herstellen will, lautet folgendermaßen (liest): „Der Kongreß begrüßt das Wachstum der nationalen Schulanstalten in Palästina, sieht das Nebeneinanderbestehen von Anstalten verschiedener Richtung für durchaus natürlich an und spricht die Erwartung aus, daß das Verhältnis derselben kein anderes als das eines friedlichen Wettbewerbes auf erziehlichem und geistigem Geriete sein wird." (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Sie sehen, wir haben nur das ausgedrückt, was Ussischkin liier gesagt hat: asu awal bal tilChamu — wetteifert miteinander

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