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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 264

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 264 (sequence 264)
Language
German, English, Hebrew
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— 264 — in der Arbeit, aber kämpft nicht miteinander. Das ist der Sinn unserer Resolution. Ich glaube, sie kann von allen Seiten angenommen werden. Eine sehr dankenswerte Anregung erhielten wir von unserem Freunde Rabinersohn aus Kiew, der dem in Palästina allgemein fühlbaren Mangel an geistiger Nahrung — insbesondere empfinden die Arbeiter und Kolonisten den Mangel an Büchern — durch Einführung von Wanderbibliotheken abhelfen will. Diese Anregung ist um so dankenswerter, als Rabinersohn, wie schon so oft, seine tätige Mithilfe, d. h. die Mittel, zur Verfügung stellt. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Eine Resolution über das Mikrobiologische Institut wird ihnen Herr Dr. Benderski unterbreiten, weil die Aerzte diese Institution dem Palästinaamt abnehmen und sich selbst für die Durchführung einsetzen wollen. Meine Damen und Herren! Ich sagte Ihnen schon vorhin: wir haben uns Enthaltsamkeit in bezug auf die Vorschläge an den Kongreß auferlegt. Die Verhandlungen im Palästinaausschuß waren außerordentlich interessant und lehrreich und das Verhändlungsmaterial, das wir aufgezeichnet haben, wird von großem Werte sein für die künftige Parteileitung. Hiermit hatte ich ihnen alles mitgeteilt, was ich als Berichterstatter von der Palästinakommission Ihnen zu unterbreiten hatte. ' Zum Schluß nur noch eine kleine Bemerkung. Für die Palästinaarbeit — darüber ist kein Zweifel — sind wir in der Partei schon seit einigen Jahren, und wenn wir ein Neues erblicken wollen, ist es im folgenden: Die erfreulichste Erscheinung dieses Kongresses ist, daß trotz der Debatten im türkischen Parlament und trotz mancher Mißerfolge in Palästina selbst, trotz des Umstandes, daß die Vedetten, die Vorposten, die in Palästina aufgestellt worden sind, manchmal zum Opfer gefallen sind, sich keine Stimme auf dem Kongreß erhoben hat, mit der Palästinaarbeit aufzuhören. (Beifall.) Dieser feste Wille, unter guten und widrigen Umständen an der Palästinaarbeit festzuhalten, ist ein Neues. Selbstverständlich heißt es nicht, einfach darauflosarbeiten. Alle Palästinaarbeit hat eine natürliche Grenze. Diese liegt einstweilen in den äußeren Verhältnissen, in den politischen und rechtlichen Hemmnissen, die sich entgegenstellen, in der beschränkten wirtschaftlichen Kapazität des Landes. Und eine zweite Begrenzung liegt in der Beschränktheit unserer materiellen .Mittel und der Arbeitskräfte, über die wir verfügen. Aber jede Arbeit, welche innerhalb dieser Grenzen liegt, welche auf diese beiden Bedingungen geprüft, die Belastungsprobe aushält, soll nur ohne Kleinmut und mit der Hoffnung auf Erfolg in Angriff genommen und durchgeführt werden. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Der Kongreß, der ein Friedenskongreß ist, wird dann wirklich1 ein

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