Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 262 (sequence 262)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 262 - sich1 uns nicht um fertige Projekte handelt, sondern um Anregungen, welche überprüft und eventuell durchgeführt werden sollen. Als wir in die Behandlung der kulturellen Fragen eintraten, haben wir die Fragen der Fonds für die Beschaffung der Mittel für alle anderen palästinensischen Zwecke überhaupt, für die Zwecke der Organisation, welche nicht im bloßen Landerwerb bestehen oder die sich nicht im engsten Zusammenhange damit befinden, also für kulturelle, für etwaige politische und etwaige wirtschaftliche Zwecke in den Städten beraten. Und da beschlossen wir, Ihnen eine Resolution zu unterbreiten, die fast genau übereinstimmend ist mit der Resolution, welche der Delegierte Dr. Zweig in der Nationalfondsdebatte vorgeschlagen hat. Diese Resolution lautet folgendermaßen (liest): „Der Kongreß empfiehlt der Leitung, die Sammelstellen des J. N. F. derart auszugestalten, daß sie gleichzeitig auch als Sammelstellen der anderen Fonds der zionistischen Organisation fungieren und daß die verschiedenen Sammelmittel der Bedeutung und dem Bedürfnisse gemäß auf die verschiedenen Fonds verteilt werden." Wir hielten es für eine Sache der Oekonomie, die bereits vorhandenen Organisationen, welche noch nicht vollauf belastet sind, auch für die anderen Fonds zu benützen. Die Schaffung einer neuen Organisation für neue Fonds hat sich als unmöglich erwiesen. Die Aufbringung größerer Mittel mit anderen Sammelmitteln, als sie der Nationalfonds besitzt, hat sich ebenfalls als unmöglich erwiesen. Wollen wir auch andere Palästinazwecke fördern, so müßten wir Fonds dafür schaffen; das ist nur möglich, wenn wir die vorhandene Organisation benützen und auch einen Teil der Sammelmittel zur Verfügung stellen, jedesmal von Fall zu Fall, wie es in der obigen Resolution heißt, „der Bedeutung und dem Bedürfnisse gemäß", d. h. nicht um dem Nationalfonds Abbruch zu tun, sondern um die Leistung auch anderer Arbeiten möglich zu machen. Konkrete Vorschläge in bezug auf kulturelle Unternehmungen bringen wir Ihnen heute aus dem Grunde nicht, weil die Mittel nicht bereit sind und weil manche Fragen, wie ich früher erwähnt habe, noch nicht kongreßreif sind. Aber unseren Anteil an der kulturellen Tätigkeit in Palästina wollen wir durch folgende Resolutionen zum Ausdruck bringen (liest): „Der Kongreß anerkennt den hohen Kulturwert des von dem Meister der hebräischen Sprache herausgegebenen „Milon Halaschon haiwrith" und drückt den Wunsch aus, daß die Fortsetzung dieses Werkes durch entsprechende Subvention aus Organisationsmitteln gefördert werde." (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Zur Erklärung: Das ist auch bisher geschehen. Es handelt sich nur darum, daß dies auch weiter geschieht und wir unsere