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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 252

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 252 (sequence 252)
Language
German, English, Hebrew
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— 252 — Dr. Marmorek (fortfahrend): Ich gehe zur Sache über. Was wir verlangen, ist, daß jede Landsmannschaft, ob klein oder groß, in einem zukünftigen Permanenzausschusse vertreten sein muß. (Beifall — Unruhe.) Herr Dr. M a r g u 1 i e s , der die Sache am allerbesten kennt, antwortet darauf, das liegt im Statut. Infolgedessen möchte ich vorschlagen und hoffe vielleicht Ihre Zustimmung zu finden, daß wir kleinen Landsmannschaften uns mit dem Berichterstatter des Organisationsstatuts zusammensetzen und unsere Wünsche bekanntgeben. Unsere Wünsche sind bescheiden. Denn wir wollen das Organisationsstatut heute unbedingt annehmen. Ich stelle daher den Antrag und bitte ihn anzunehmen: zwei, drei Herren aus den kleinen Landsmannschaften treten mit dem Berichterstatter zusammen, beraten mit ihm und der Berichterstatter wird Ihnen dann über unsere Wünsche Bericht erstatten und wird hoffentlich auch für unsere Forderungen eintreten. (Beifall.) Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Ich bitte keinen Beifall, das stört. Dr. Marmorek: Ich bitte, Herr Bodenheimer, die Herren wollen mir Beifall zollen. (Heiterkeit — lebhafter Beifall und, Händeklatschen — Unruhe.) Del. Dr. Heymann: Provozieren Sie nicht den Kongreß! Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Herr Dr. Hey mann, ich muß Ihre Bemerkung, daß Herr Dr. Ma-morek den Kongreß provoziert, rügen. Del. Dr. Heymann: Nein, ich meinte nur, daß er den Beifall des Kongresses provoziert hat. Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Wir haben bisher an der öffentlichen Diskussion dieser Frage nicht bemerkt, daß ein so großes Interesse für dieselbe besteht. (Unruhe.) Herr Dr. Marmorek hat einen Ausweg zeigen wollen. (Unruhe und Zwischenrufe.) Ich bitte, mich nicht fortwährend zu unterbrechen. Ich glaube, jeder Delegierte sollte dieses Gefühl für die Würde des Kongresses haben, daß er den Präsidenten nicht immer unterbricht. (Lebhafte Zustimmung.) Ich glaube, ich habe einen besseren Ausweg, das ist der: die Frage des Permanenzausschusses gehört streng genommen nicht in das Organisationsstatut. Es wäre möglich, daß wir die Frage des Permanenzausschusses in der Geschäftsordnung des Kongresses erledigen. (Sehr richtig!) Wenn die Versammlung damit einverstanden ist, würde die Kommission, welche die Geschäftsordnung beraten soll, auch die Frage des Permanenzausschusses erledigen. Dann würde die En bloc-Annahme dahin zu verstehen sein, daß das Statut angenommen wird und daß der § 37 in die Geschäftsordnung verwiesen wird. Referent Dr. Margulies: Abs. 2 und 3. Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Ja, damit ist Herr Dr. Marmorek einverstanden? Dr. Marmorek: Vollkommen! Del. Dr. Elias Straus: Ich beantrage folgendes: Wer etwas Sachliches zu sagen hat, möge es schriftlich formulieren. Die schriftlich formulierten Anträge sollen der sofort zusammentretenden Organisationskommission vorgelegt werden. Diese soll bei der nächsten Sitzung Bericht erstatten. Dann kann die En-bloc-Annahme beschlossen werden; denn dann wird die Organisationskommission selbst sich klar werden, ob dem Statute Mängel anhaften. Ich glaube, daß for'melle Mängel schon da sind. Referent Dr. Margulies: Ich ziehe meinen Antrag auf En-bloc-Annahme zurück und akkomodiere mich dem Antrage Straus. Del. Dr. Sal. Daiches: Ich nehme ihn wieder auf.

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