Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 250 (sequence 250)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/3476254-3476274--3795-3479937- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 250 — b) § 51 Abs. 3 soll lauten: „Die Wahl der Mitglieder erfolgt durch den Kongreß". Der Rest dieses Absatzes ist zu streichen. Abs. 4: „Das E. A. C. wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter." Soweit die Anträge, geehrter Kongreß. Ich will nun mit kurzen Worten diese Anträge begründen. Wir haben im Permanenzausschuß die ganzen Tage und zum Teil die ganzen Nächte verhandelt und haben diese Abänderungen als Voraussetzung unserer Verhandlungen und sodann als Basis unserer Einigung angenommen. Es ist also im Interesse des Friedens, den wir alle wünschen, im Interesse der Möglichkeit eines weiteren Arbeitens die Annahme dieser Aenderungen erwünscht. Ich bitte Sie dringendst, namens des Permanenzausschusses, sie anzunehmen und damit unsere mehrtägigen und -nächtlichen Arbeiten zum guten Abschluß zu bringen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Das Wort hat zu einem Antrage Herr -Struck. Del. Struck: Im Namen der Föderation Misrachi teile ich dem Kongreß mit, daß wir mit Rücksicht auf die beschränkte Zeit des Kongresses die Akten über die Schmittafrage der Direktion des N. F. unterbreiten werden. Ferner teile ich im Namen der Föderation dem Kongresse mit, daß wir mit Rücksicht auf die Geringfügigkeit der Aenderungen gewillt sind, den Organisationsentwurf en bloc anzunehmen. Referent Dr. Margulies: Hoher Kongreß! Ich akzeptiere die Abänderungsanträge des Permanenzausschusses und stelle nunmehr den Antrag, das Organisationsstatut en bloc anzunehmen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ich weiß, daß Ihnen vieles daran nicht paßt. Auch uns nicht. Es gibt kein Organisationsstatut in der Welt, zu welchem man nicht hunderte von Abänderungsanträgen, und zwar begründete, stellen könnte. Man muß daher eine Basis suchen, auf der wir uns alle zusammenfinden, und dieses Organisationsstatut hier ist eine solche. (Beifall.) Es stellt die Arbeit zweier Jahre und der Vertreter der verschiedensten Richtungen dar. Ich bitte Sie daher, es mit den vorgeschlagenen Aenderungen en bloc anzunehmen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) — Zahlreiche Rufe: Zur Geschäftsordnung!) Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Ich bitte um eine Rednerliste zur Geschäftsordnungsdebatte. Sonst kann ich keinem das Wort geben. Ich mache vor der Verhandlung über die Geschäftsordnung darauf aufmerksam, daß der Antrag auf En-bloc-Annahme mit einfacher Majorität beschlossen werden kann. Ich erteile nun das Wort Herrn Dr. Rosenfeld. (Rufe: Er ist nicht der erste!) Es wird bestritten, daß die Reihenfolge stimmt. Ich muß mich da auf meinen Kompagnon in der Geschäftsführung, Herrn Dr. T s c h 1 e n o w , verlassen. Als nächster Redner ist dann Herr Fischer vorgemerkt. Sie werden dann eingetragen. Del. Fischer: Geehrter Kongreß! Ich mache darauf aufmerksam, daß die En-bloc-Annahme der Geschäftsordnung unmöglich ist. (Die Unruhe hält an.) Referent Dr. Margulies: Es handelt sich jetzt um das Statut. Del. Fischer (fortfahrend): Das Statut ebenfalls. Ich habe den Herrn Referenten wiederholt während der Tagung des Kongresses dringend gebeten, die Organisationskommission möge zusammentreten. Das ist aber noch nicht geschehen. Es ist ausgeschlossen, daß wir darüber eine Enbloc-Abstimmung vornehmen. Referent Dr. Margulies: Bezüglich des Vorwurfes,, der gegen mich und die Organisationskommission erhoben worden ist, stelle ich fest, daß