Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 243 (sequence 243)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 243 — der Zeit des Kongresses. Wir glaubten damit das richtige Gleichgewicht zwischen dem, was ist und was sich durch den natürlichen Zusammenhang zum Ausdrucke bringt, Kraft erlangt, und demjenigen, was sich in manchen Persönlichkeiten durchzuringen bestrebt, und was wir jedenfalls insofern zu berücksichtigen haben, als ihm eine Idee, ein Ideenprogramm im Zionismus häufig zugrunde liegt, hergestellt zu haben. Das sind so im wesentlichen die Gedanken, von denen wir uns haben leiten lassen, und das sind die neuen Gesichtspunkte, die wir in die Organisation hineingetragen haben. Was sonst geändert wurde, sind kleine Detailausführungen, die ich hier deshalb nicht erörtern will, weil ich mich eben nur mit den großen Prinzipien zu befassen habe. Sie werden auch einen Punkt finden, welcher von den Einkünften der Organisation spricht. Dieser Punkt wird aber auf diesiem Kongresse separat erledigt werden. Was wir hier geschaffen haben, ist nur ein ganz loser Rahmen, in dem wir mit der Zeit auf Grund der praktischen Erfahrungen, die wir machen werden, hoffentlich einen recht reichen Inhalt, ich meine das Wort buchstäblich, hineinzulegen in der Lage sein werden. Hoher Kongreß! Indem ich Ihnen dieses Organisationsstatut somit vorlege, möchte ich Ihnen nur eine kleine Aenderung, die in den letzten Tagen stattgefunden hat, noch zur Kenntnis bringen. Das große A. C. soll nicht aus 23, sondern aus 25 Mitgliedern bestehen. Das ist keine Frage, die man nach ideellen Prinzipien behandeln kann. Ich hoffe daher, daß sich über diese Aenderung keinerlei Debatte entspinnen wird. Wir haben dann noch eine kleine Neuigkeit eingeführt, von der wir uns bewußt waren, daß sie in einem gewissen Sinne ein Experiment darstellt — bestimmt die finanzielle Basis unserer Organisation fester zu fundieren. Wir haben als Grundlage der Kongreßwahlen eine zweijähige Schekelzahlung angenommen. Die Ziffer, welche für die Bildung des Wahlkreises ausschlaggebend ist, soll nämlich nicht mehr die Summe der Schekel in einem Jahre sein, sondern die Summe der Schekel in einen bestimmten Bezirke für zwei Jahre. Wir haben dies getan, weil alle die Erfahrung gemacht haben, daß in kongreßlosen Jahren die Zahl der Schekel außerordentlich herabsinkt. Wir glaubten nun, daß ein Verein, eine Gruppe, welche den Wunsch hat, Delegierte zu schicken, schwer in der Lage sein wird, einmal 30 Schekel und das andere Mal 370 Schekel aufzubringen, daß sie sich dessen vollkommen bewußt sein wird, daß sie im zweiten Jahre vielleicht den Rest nidht wird aufbringen können, wenn sie nicht schon im kongreßlosen Jahre für eine entsprechende Abführung von Schekelii und eine entsprechende Organisierung von Schekelzahlern sorgen wird. 16*