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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 239

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 239 (sequence 239)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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—;239 — hält, irgendeine Aufgabe, die zu diesen palästinensischen oder kulturellen Aufgaben gehört, in die Hand zu nehmen, kann sie vielleicht den einzelnen nicht zwingen, mitzutun. Aber es ist selbstverständlich, daß kein Zionist das Recht hat, öffentlich dagegen aufzutreten oder sich' den Gegnern anzuschließen. (Sehr richtig.) Ich habe hier absichtlich die Schwierigkeiten erwähnt, nicht um Ihnen einen anderen Antrag zu stellen als er im Organisationsstatut enthalten ist, sondern um Ihnen zu zeigen, daß wir uns den Schwierigkeiten, die mit unserer Lösung verbunden sind, wohl bewußt waren; wir schlagen Ihnen aber trotzdem diese Lösung vor, weil wir der Ansicht sind, daß es eine bessere Lösung, eine Lösung, die nicht noch größere Schwierigkeiten herbeiführen könnte, nicht gibt. (Beifall.) Hoher Kongreß! Ich habe die Gesichtspunkte erörtert, von denen wir uns bei der Zusammenfassung der einzelnen Zionisten zur gesamten Weltorganisation haben leiten lassen. Ein anderer Gesichtspunkt, den wir hier zu erörtern haben, ist: ,Wie soll sich der Wille der zionistischen Weltorganisation in den Zeiten außerhalb des Kongresses betätigen, d. h. welche Rechte geben wir den Landesverbänden, wie sollen die sich bilden und ihre Leitung zusammensetzen? Und dann ist noch das wichtigere Moment, die Leitungsfrage in der zionistischen Weltorganisation überhaupt. Hoher Kongreß! Es scheint hier nicht immer unnötig zu sein, zu betonen, daß die Leitungsfrage ein sachliches Problem ist. Wenn ich hier versuchen werde, einige allgemeine theoretische Ausführungen zu machen, möchte ich, um nicht mißverstanden zu werden — und wir erleben das manchmal, wie harmloseste Sachen mißverstanden werden — betonen, daß ich nur rein theoretisch, nur von gewissen allgemeinen, höheren, historischen Gesichtspunkten aus die Dinge zu betrachten wünsche. Ich möchte allgemeine Gesellschaftsprobleme erörtern, um Ihnen zu zeigen, welches die Gesichtspunkte waren, die uns bei Fassung dieses Statuts geleitet haben. Wir alle wissen und sind uns darüber klar, daß eine derjenigen Ideen, mit welchen wir von allem Anfang an in die Agitation eingetreten sind, der demokratische Gedanke gewesen ist. Ich möchte das um so mehr hier hervorheben, als es in unserer Bewegungüblich geworden ist, manchmal über den demokratischen Gedanken ein wenig die Nase zu rümpfen und hochmütig darüber zu lächeln. Ich glaube, hoher Kongreß, daß der demokratische Gedanke nicht nur eine Idee im Zionismus ist, sondern daß er geradezu der Grundpfeiler im Zionismus ist. Wir, die wir in der Agitation gestanden sind, wissen, daß wir unsere Deduktionen auf diesem Gedanken aufgebaut haben, daß wir sie darauf aufbauen mußten. Wir wissen, daß er uns den Schwung und die Begeisterung ge-

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