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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 238

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 238 (sequence 238)
Language
German, English, Hebrew
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— 238 - porationsrechten zur Geltung kommen, welche wir allen diesen Verbänden zuzugestehen gewillt sind. Wir waren keinen Moment darüber im Zweifel, daß diese Sonderverbände in vieler Beziehung in den Landesverbänden auch störend wirken können. Ich halte mich verpflichtet, das hier anzuführen, damit man nicht glaube, daß wir die wirklichen Schwierigkeiten der Situation übersehen haben. Wir wissen ganz gut, daß besonders die Sonderverbände in derjenigen Form, wie wir sie heute haben, in der Form des internationalen Sonderverbandes, theoretisch genommen zu gewissen Schwierigkeiten führen können. Ich konstruiere mir die abstrakteste und extremste Form. Ich nehme z. B. an: In einer kleinen Stadt existiert ein zionistischer Verein. Eines der Mitglieder ist in seiner Persönlichkeit, vielleicht in seinem bürgerlichen Charakter derart, daß die übrigen Zionisten sich gezwungen sehen, ihn aus ihrer Gemeinschaft auszuschließen. Wenn es nur Landesverbände gebe, so wäre die Sache damit erledigt und man könnte ruhig den übrigen gegenüber sagen: Das ist kein Zionist mehr, wir haben mit ihm nichts zu tun. Welche Kautelen man schaffen wollte, um eine Vergewaltigung zu verhindern, ist hier eine nebensächliche Frage. Wenn wir aber heute Sonderverbände haben, ist es immerhin möglich, daß diese einzelne Persönlichkeit sich, sagen wir, irgendeinem Sonderverbande in Shangai anschließt, obwohl sie ihren Wohnsitz in einem anderen Erdteile, sagen wir in Kairo oder, wenn Sie wollen, in Edinburg hat, und dann gerät die Repräsentation des zionistischen Gedankens an diesem Orte in die Schwierigkeit, daß hier ein Mann ist, den sie nicht abschütteln können und der immerhin in der Oerfentliehkeit sich als Zionist gerieren und nennen kann. Besonders gilt dies für kleine Gruppen und kleine Orte — und die bilden doch ein wichtiges Moment in unserer Bewegung. Es ergeben sich daraus Komplikationen, welche die ganze Arbeit dieser Gruppen lahmlegen können. Wir wissen das. Nun einen anderen Gesichtspunkt, einen anderen theoretisch extrem konstruierten Fall. Sie wissen, daß in das Bereich der zionistischen Arbeit nicht nur das rein Palästinensische gehören kann, Sie wissen, daß sich Aufgaben ergeben, die die Zionisten als Zionisten in die Hand nehmen müssen. Ich nehme nur einen Fall: Kultusgemeindewahl. Es gibt Situationen, wo die betreffende zionistische Gruppe im zionistischen Interesse gezwungen ist, sich um die Kultuswahl zu kümmern. Wenn Sie nun annehmen, daß an einem Orte eine Gruppe des Sonderverbandes neben dem Ortsverbande besteht und diese eine andere Auffassung über die Kultusgemeindewrahl hat und ihre Stellung dazu einnehmen will, so kann sich theoretisch die Möglichkeit ergeben, daß sich in einem solchen Kampfe zwei zionistische Gruppen einander gegenüberstehen. (Sehr richtig.) Wenn eine Organisation an einem Orte es für notwendig

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