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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 153

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 153 (sequence 153)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476274--3698-3479840
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- 153 - einen Kredit gewährte, hieran die Bedingung gestellt, daß die Beteiligung des N. F. an den Aktien der P. L. D. C, .davon abhängig sein sollte, daß der N. F. 40 Gründershares erhalte. Der N. F. behielt sich hierbei das Recht vor, die Genehmigung zu erteilen, falls andere Gründershares verteilt werden sollten. Nun hat das Palästinaressort ohne unser Wissen, und ohne unsere Genehmigung nachzusuchen, eine ganze Anzahl solcher Gründershares tatsächlich verkauft. Während wir nur 40 Gründershares haben, hat die P. L. D. C. 38 zum Verkaufe gebracht. Es stand also die Gefahr nahe,, daß eine Majorisierung des N. F. stattfinden könnte, weshalb die N. F.¬ Verwaltung bei der Direktion der P. L. D. C. gegen ein derartiges Vorgehen protestierte und verlangte, daß der Verkauf der Shares vorläufig unterbrochen werde, bis diese Frage zwischen der P. L. D. C. und dem N. F. geregelt worden sei. Lediglich aus diesem sachlichen Grunde sind die Sammlungen in Wien unterbrochen worden, es ist aber nicht richtig, daß hierbei irgendwelche parteipolitische Tendenzen obgewaltet haben. Das Direktorium des N. F. hat in dieser Frage völlig unabhängig gehandelt, ohne jeden Einfluß des E. A. C. Nachdem jetzt die Frage geregelt ist, wird die Aktion für die P. L. D. C. neu aufgenommen werden und Sie haben ja selbst gehört, wie ich von der Kongreßtribüne aus meine Stimme für Propaganda dieses Unternehmens eingesetzt habe. Mit der Anregung des Herrn Dr. Zweig, eine Vereinigung der Sammlungen für die;Palästinaarbeit vorzunehmen, bin ich ganz einverstanden und wir sind auch im Begriffe, einen Plan hierfür zu entwerfen. Diese Dinge brauchen Zeit, aber wir werden hoffentlich schon in der allernächsten Zeit in der Lage sein, auf Grund eines solchen einheitlichen Planes die Arbeiten zu fördern. Ich komme nun zu dem Antrage des Herrn Dr. L e v y, der eine Kontrollkommission für die Palästinaeinrichtungen seitens des Kongresses wünscht. Ich bitte Sie, über diesen Antrag hier im Anschlüsse an die N. F.-Debatte nicht zu beschließen. Ueberlassen Sie dies der Debatte, die sich, wenn die Palästina-Kommission ihren Bericht erstattet haben wird, entspinnen wird, denn dieser Antrag trifft nicht den N. F. speziell, sondern alle unsere Institute und Unternehmungen in Palästina. Ich denke, daß Sie mit der sachlichen Erledigung der Frage in diesem Sinne einverstanden sein können und -komme nun zu einem Punkte, der mich wirklich recht schmerzlich berührt hat, nämlich zu dem Kampfe, den die Misrachifraktion jetzt in der letzten Stunde gegen den N. F. begonnen hat. Ich muß hier Verschiedenes richtigstellen und Sie werden finden, wer recht hat. Der Vorgang, der die Unterlage für den ganzen Kampf bildet, ist ein sehr einfacher. Auf einer Kolonie „Ein Ganim" haben sich Arbeiter an einem jüdischen Feiertag zu einer Versammlung zusammengefunden. Sie kamen zu Pferde, und es wird auch erzählt, daß sie in der Versammlung Protokoll führten, also Bleistift und Papier gebrauchten. Daraus wird dem Nationalfonds ein Vorwurf gemacht, weil, wie die Misrachipartei behauptet, dies auf den N. F.-Ländereien geschehen sei» So unvorsichtig und ununterrichtet sind nun die Herren, daß sie sich nicht einmal die Mühe gegeben haben, festzustellen, daß „Ein Ganim" nicht das Geringste mit idem N. F. zu tun hat, daß es eine Kolonie ist, die vom Odessaer Gomite errichtet wurde. Da sollen doch die Misrachisten ihre Angriffe gegen das Odessaer Comite richten und nicht gegen den J. N. F. Erlauben Sie mir, nun auf den Brief des Herrn Rabbiners Kuk zurückzukommen. Herr Rabbiner Kuk schreibt einen Brief und dieser Brief ist merkwürdigerweise nicht in den Besitz des N. F. gelangt. Wir haben diesen Brief bis heute noch nicht erhalten, und dieser Brief, der eine direkte vertrauliche Sache zwischen dem Briefschreiber und dem N. F. sein sollte .... (Del. Struck: Nein! Herr Oberrabbiner Kuk hat

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