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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 138

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 138 (sequence 138)
Language
German, English, Hebrew
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— 138 - Del. Dr. Pinkus: Geehrter Kongreß! Ich möchte meinen Ausführungen folgendes vorausschicken, um in keiner Weise mißverstanden zu werden. Ich bin der Meinung, daß interne Fragen der Bank — und ich glaube, ich teile da die Meinung des Direktoriums — an dieser Stelle nicht besprochen werden können; dazu ist die Generalversammlung da. Ich werde mich infolgedessen darauf beschränken, einige prinzipielle Punkte, die ich mir herausgehoben habe, Ihnen zu unterbreiten. Ich werde auch darauf verzichten, die Bilanz des J. C. T. einer Durchsicht zu unterziehen, weil ich bei der Generalversammlung Gelegenheit nehmen will, dies zu tun. Insbesondere will ich dort auf zwei Momente hinweisen, auf den Liquiditätsstandpunkt und auf das Verhältnis des Betriebskoeffizienten und der betreffenden Gehälter zur reinen Einnahme. Alle diese Punkte werde ich hier nicht berühren, denn der Kongreß ist nicht kompetent, diese zu behandeln. Auf der anderen Seite will ich folgendes vorausschicken: Ich halte unsere Banken für durchaus solid fundierte und gut eingerichtete Unternehmungen und bitte, meine Kritik, die ich daran schliefe, unter diesem Gesichtspunkte zu betrachten. Denn sonst würde der Anschein erweckt, daß beabsichtigt wäre, den Eindruck hervorzurufen, als ob unsere Banken nicht diese Unternehmungen sind, die sie in Wirklichkeit darstellen. Ich will nur noch eins vorausschicken. Es gehört das eigentlich auch in die Generalversammlung, muß aber deswegen hier erwähnt werden, weil es unser offizielles Organ die „Welt" betrifft. Ich habe es .bedauert und weiß nicht den Grund dafür, fdaß in der „Welt" die Bilanz des J. C. T. ohne eine Gewinn- und Verlustrechnung publiziert wurde. Das ist nicht üblich und sollte nicht sein. Es hätte sich wohl auch in der „Welt" Raum für die Publikation der Gewinn- und Verlustrechnung gefunden, sowie man hierfür im Berichte des A. C. Raum gefunden hat. Dann ist der wichtigste Punkt, das Verhältnis der Organisation zu unseren Banken. Sie wissen, daß vielmals der Gedanke aufgetaucht ist, daß unsere Banken ebenso wie der Nationalfonds zugunsten der Bewegung besteuert werden sollen. Ich bin persönlich gegen eine solche formelle Besteuerung. Denn ich kann nicht einsehen, daß ein geschäftlicher Nutzen daraus für die Banken entspringt, wenn die Außenwelt weiß, diese Bank ist von einer Partei, von einer politischen Bewegung" besteuert. Hingegen müssen Sie aber folgendes überlegen: Das Verhältnis der Organisation zu unseren Banken ist ein gänzlich falsches. In Wahrheit ist der einzige treue Agent, den unsere Banken haben, die zionistische Organisation. (Sehr richtig!) Wir haben die Banken geschaffen. Unsere Mithilfe, die Mithilfe der Organisation, hat von Anfang an das Gebäude unseres Banksystems aufgebaut. (Ruf: Ausschließlich!) Jawohl! Nun ist es eine Selbstverständlichkeit, daß diese Banken, die gewissermaßen Blut von unserem Blute und Fleisch von unserem Fleische sind, auch denjenigen, der ihr bei ihrem Lebenseintritt so treu geholfen hat, subventionieren sollten. Das ist keine Frage, sehr geehrter Kongreß! Sie wissen, was von Banken alles subventioniert wird, und selbstverständlich müssen die zionistischen Banken in weitgehendem Maße die zionistische Bewegung subventionieren, und wenn sie es heute nicht tun, so liegt das darin, daß sie nicht genügend verdienen. Aber die Finanzfrage sollte in Wirklichkeit überhaupt gar nicht existieren, unsere Banken sollten so geleitet sein, daß es eine Kleinigkeit ist, 100 000 Frs. derjenigen Bewegung zu opfern, die sie aufgebaut hat und die ihr heute noch mit allen Kräften dient. (Zustimmung.) Woran liegt es, daß wir heute aut einem solchen Standpunkte nicht stehen? Wenn Sie sich die Bilanz unserer Banken ansehen, so ähnelt sie auf ein Haar den Bilanzen, wie sie etwa Staatsinstitute veröffentlichen. Die Verwalter unserer Banken fühlen sich gewissermaßen als Verwalter

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