Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 136 (sequence 136)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 136 - aber wenn Sie schon die Redezeit beschränken, sie mit einer halben Stunde festzusetzen, denn es handelt sich hier um eine der wichtigsten Fragen des Zionismus, in welcher man in 15 Minuten absolut nichts Erschöpfendes vorbringen kann. Delegierter Dr. Strauß: Ich möchte beantragen, die Redezeit auf 15 Alinuten zu beschränken. Vizepräsident Dr. Tschlenow: Ein solcher Antrag liegt bereits vor. Ich mache übrigens darauf aufmerksam, daß wir heute Sabbatruhe haben, da müssen sich die Herren doch einige Beschränkung auferlegen. (Zwischenrufe.) Es wäre doch im Interesse des Kongresses, wenigstens mit dieser Debatte zu Ende zu kommen. (Lebhafte Zustimmung.) Wir schreiten also jetzt zur Abstimmung. Es liegen zwei Anträge vor: einer auf 15 Minuten Redezeit, der andere auf 30 Minuten. Ich bitte diejenigen, welche die Redezeit auf 15 Minuten beschränken wollen, die Hand zu erheben. (Geschieht.) (Nach Auszählung:) Nunmehr bitte ich diejenigen Herren, welche für eine halbe Stunde Redezeit sind, die Hand zu erheben. (Geschieht.) s (Nach Auszählung:) 54 Stimmen haben sich für 15 Minuten, 38 Stimmen für 30 Minuten ausgesprochen. Nunmehr schreiten wir zur Abstimmung über den Vorschlag, daß vier Generalredner gewählt werden sollen. Diejenigen, welche für die Wahl von vier Generalrednern sind, bitte ich, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Gegenprobe! (Nach einer Pause:) Der Kongreß hat also beschlossen, vier Generalrednern mit einer Redezeit von 15 Minuten in der N. F. - Debatte noch zum Worte gelangen zu lassen. Die noch zum Worte gmeldeten Redner sind (liest): Mossinsohn, Dr. Salis Daiches, Tobias, Dr. L e v i n , Frau P e v s n e r, M. F o n e r, Dr. Strauß- Bradford, Dr. R o s e n f e 1 d , C h a s a n o w i t z, S c h e i n k i n , Soloweitschik, W a s s e 1 e w s k y , Lina Wagner-Tauber, Dr. Pinkus, Dr. Glücksohn, Hildesheimer, Rosenblatt, Dr. Bender ski, Burstein, Sac k - heim, Heinrich Loewe, Gronemann, Dr. Nacht, Dr. H a 1 p e r h , Barth, Dr. Rosenfeld, Dr. John Shayne, Samuel Daiches, Bamberger, Dr. Elias Straus, Frau Rosa Pomeran z] Josef D o b k i n , S 1 a t o p o 1 s k i, S y r k i n , M. Berlin, Schein , Dr. Bodenheimer. Ich bitte die Genannten, gleich hier hinter der Präsidentenbühne, die Wahl der Generalredner vorzunehmen. Die Zwischenzeit werden wir dazu benützen, mit der Debatte über den Bankbericht zu beginnen. Der erste eingetragene Redner ist Herr Dr. Pinkus. Da derselbe gegenwärtig in einem Ausschusse dringend beschäftigt ist, erteile ich das Wort dem Herrn Delegierten S c h w i f f (derselbe ist nicht ini Saale anwesend). Das Wort hat der nächste eingetragene Redner, Herr Boris Goldberg: Delegierter Boris Gddberg: Hoher Kongreß! In der Decharge, die wir gestern dem E. A. C. erteilt haben, haben wir ausdrücklich betont, daß das große Erbe H e r z I s vermehrt worden ist. Wenn wir aber zahlenmäßig die finanziellen Instrumente unserer Bewegung betrachten und ganz besonders die Vermehrung des Aktienkapitals unserer Banken ins Auge fassen, so kommen wir zu dem Schlüsse, daß in der sogenannten Kölner kaufmännischen Periode diese Vermehrung eine ganz mäßige war. Wir haben in unsern Banken nicht viel mehr, als wir in der ersten Periode, der politischen Periode, gesammelt haben. Sie müssen zugeben, daß, wenn wir unsere Banken als finanzielles Instrument der zionistischen Bewegung betrachten, das Gesamtkapital, das wir jetzt haben, im Verhältnisse zu der Größe der Aufgaben, die von Jahr zu Jahr immer zahlreicher, vielseitiger und großartiger werden, ein sehr geringes ist. Ich habe gedacht,