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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 69

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 69 (sequence 69)
Language
German, English, Hebrew
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69 — keine einzige politische Partei, ohne daß dieselbe bemüht wäre, sich eine theoretische Grundlage zu verschaffen. (Lebh. Zustimmung.) Wenn wirklich dieser Kongreß einen Umschwung nach mancher Richtung hin bedeuten sollte, weil er der zehnte ist, so glaube ich, daß es vielleicht nicht das Schlechteste wäre, wenn ein Umschwung in der Richtung stattfinden könnte, daß unsere Bewegung durch die Vergrößerung ihrer Hilfsmittel zu einem ungleich größeren Ziele führen würde als das mit den bisherigen Mitteln leider möglich war. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Ich erteile nunmehr Herrn Dr. M a r g u 1 i e s das Wort zu einem Antrage. Del. Dr. Margulies (mit lebhaftem Beifall und Händeklatschen begrüßt) : Hoher Kongreß! Sie wissen, daß wir uns morgen mit dem Organisationsstatut zu beschäftigen haben werden, welches von einer Kommission, die in der Zeit zwischen der Jahreskonferenz und diesem Kongresse getagt hat, ausgearbeitet wurde. Es liegt im Interesse der Sache, daß dieses Organisationsstatut möglichst einheitlich ohne eine ausführliche Spezialdebatte angenommen werde. Nun wurden verschiedene Anträge gestellt, bezüglich derer im Rahmen der Kommission eine Einigung erzielt werden könnte. Ich stelle daher den Antrag: „Der Kongreß wolle beschließen, daß die bereits bestehende Organisations-Kommission heute zusammentritt, über die einzelnen Anträge berät und der morgigen Kongreßsitzung ein Elaborat vorlegen soll, welches sich bereits als eine Einigung in allen Punkten darstellt." Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Der Antrag Margulies scheint mir sehr zweckmäßig zu sein. Wenn kein Widerspruch erhoben wird, nehme ich an, daß der Kongreß mit demselben einverstanden ist. (Zustimmung.) Ich bemerke, daß die Organisations-Kommission sofort nach Schluß der Vormittagssitzung zusammentritt. Ich erteile nunmehr Herrn Trietsch das Wort zur Geschäftsordnung. Del. Trietsch: Meine Damen und Herren! Herr Wolf f söhn hat unsere Debatte über den Geschäftsbericht mit einer Erklärung unterbrochen, die doch einigen Einfluß auf den weiteren Verlauf der Diskussion haben sollte. Er hat sich dagegen gewendet, daß man die Kritik des Vergangenen einschränke. Ich glaube, er hat damit Unrecht. Vizepräsident Dr. Bodenheimer (unterbrechend): Herr Trietsch, Sie sprechen nicht zur Geschäftsordnung, Sie sprechen zur Generaldebatte gegenüber den Ausführungen des Herrn Wolffsohn. Ich bitte absolut, zur Geschäftsordnung zu sprechen. Haben Sie einen Antrag zur Geschäftsordnung, dann bitte ich ihn zu stellen. Del. Trietsch (fortfahrend): Die Sache liegt einfach so. Wenn wir in einer bestimmten Meinung die Art der Kritik eingeschränkt haben, wenn darauf bestimmte Wortmeldungen erfolgt ^und bestimmte Wortmeldungen unterblieben sind, so wird das durch 3ie Erklärung geändert, die Herr Wolffsohn hier gegeben hat. Da Sie nun in großer Mehrzahl Herrn Wolffsohn beigepflichtet haben, wollen wir auch in der Tat die Kritik üben, die sonst unterblieben wäre, und ich will die Wortmeldung, die ich persönlich unterlassen habe, auch nachtragen. (Unruhe.) Das ist auch eine Art Antrag. Ich möchte noch dazu beantragen, daß diese nachträgliche Wortmeldung nicht nach

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