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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 66

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 66 (sequence 66)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 66 — verstanden zu werden, gebe ich meinem Ersuchen Ausdruck, daß alle hebräischen Reden in unsere deutsche Amtshilfssprache übersetzt werden mögen. Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Einen Antrag haben Sie nicht gestellt? (Ruf: Nein!) Hiermit ist die Sache erledigt. Ich erteile nunmehr, wie ich bereits gestern angekündigt habe, Herrn Dr. Z o 11 s c h a n das Wort zu einem kurzen Berichte über seine Teilnahme am Rassenkongreß. Del. Dr. Zollschan (mit lebhaftem Beifall und Händeklatschen begrüßt): Meine Damen und Herren! Ich hatte die Ehre, auf Einladung des veranstaltenden Comites, sowie über Auftrag unseres A. C. auf dem Rassenkongresse in London unsere Partei zu vertreten. Da in der gegenwärtig aufliegenden Nummer der „Welt" ohnedies bereits ein Bericht über die Tätigkeit der Delegation vorliegt, da ich außerdem Montag über das Meritorische meiner Idee zu sprechen die Absicht habe, ist es vielleicht nicht notwendig, die wertvolle Zeit dieses Kongresses für eine eingehende Debatte hiefür zu verwenden. Kurz will ich nur folgendes berichten: Ich hatte ursprünglich keine große Erwartungen von dem Kongresse. Ich habe auch unsere Parteileitung in Köln nach dieser Richtung hin informiert. Das Resultat dieser Information sehen Sie in dem gedruckten Berichte, in welchem erwähnt wird, daß ein konkretes Ergebnis nicht zu erwarten w(ar. Trotz alledem kann ich jetzt mit Beruhigung sagen, daß wir mit dem Ausgange und mit der Tätigkeit der Delegation wohl zufrieden sein können. (Bravo! Bravo!) Es war wohl von einer Korporation, der eine Einwirkung auf die politischen Verhältnisse unmittelbar nicht möglich ist, auch nicht zu erwarten, daß sie konkrete politische Ergebnisse zu zeitigen vermöge, wohl aber war hier eine Auslese des Gelehrtenpublikums aus allen Ländern der Welt versammelt, und es gereicht vielleicht der Delegation zur Genugtuung, zum ersten Male vor einem Tribunale von NicWtjuden, vor einem erlesenst zusammengesetzten Auditorium von Gelehrten eine Debatte über die Judenfrage durchgeführt, sie in nationalem Sinne durchgeführt, in so durchaus würdiger Form durchgeführt zu haben, daß erwartet werden kann, daß diese Debatte durch' indirekte Wirkung auch positive Resultate zeitigen werde. Es ist dies in bedeutender Weise ein Verdienst des Führers unserer Delegation, des Mitgliedes des A. C, Rev. Dr. Gast er. Wenn ich auch über das Meritorische dieser Angelegenheit hier nicht näher sprechen will, so bitte ich trotzdem noch um eine Minute. Da vor mir Herr Präsident Wolffsobn darüber gesprochen hat, daß es vielleicht gut wäre, prinzipiell über manche Dinge zu sprechen, welche die Bewegung vielleicht fördern könnten, so bitte ich; mir diese Minute zu gewähren. Es steht das erstensin Beziehung zu meinen Eindrücken vom Rassenkongresse und dann, ich sehe mich auch von einer anderen Seite her dazu verpflichtet.

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