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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 29

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 29 (sequence 29)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 29 — Aber die unerläßliche Voraussetzung dieses Erfolges ist, daß wir bestehen, daß wir uns nicht in kleinlichem, unfruchtbarem, innerem Gezänke aufreiben, nicht durch beschämende Mittellosigkeit zur Ohnmacht verurteilt sind. (Sehr wahr!) Daraus ergeben sich hochwichtige unmittelbare Aufgaben, durch deren glückliche Lösung dieser Kongreß sich Verdienste erwerben wird, die ihn zu einem der bedeutungsvollsten und folgenreichsten der Reihe machen werden. Die zionistische Organisation ist der Rahmen des künftigen erlösten Judenvolkes. Dieser Rahmen kann nicht kräftig genug gezimmert sein. Er muß so stark dastehen, daß keine äußere oder innere Erschütterung sein Gefüge lockern kann und daß jeder Betrachter von ihm den beruhigenden Eindruck einer allen Prüfungen gewachsenen Solidität empfangen muß. Wir müssen Anstrengungen machen, um die Organisation in den Stand zu setzen, ihre Obliegenheiten zu erfüllen. Die Erfahrung hat gelehrt, daß der Schekel allein dazu bei weitem nicht ausreicht. Opferwilligkeit ist die nützlichste Form der Begeisterung (sehr richtig!) und Gesinnung wirkt erst überzeugend, wenn sie in die eigene Tasche greift. (Sehr richtig und Beifall.) Nur durch die Verabschiedung des neuen Organisationsentwurfes und durch die Erschließung ergiebigerer Hilfsquellen für die Bedürfnisse der Bewegung wird dieser Kongreß die Erwartungen erfüllen, die das zionistische Judentum in ihn setzt. Geehrter Kongreß! Eine zulänglich ausgestattete starke Organisation, die ruhig und gleichmäßig arbeiten kann, wird imstande sein, das jüdische Volk, die Welt und in erster Reihe die Türkei von dem heiligen Ernst, der unbeirrbaren Zielsicherheit und der hohen 'sittlichen Bedeutung der zionistischen Bewegung und Arbeit zu überzeugen. Das jüdische Volk will leben. Der Zionismus ist der Ausdruck dieses Lebenswillens. Sollten wir einstweilen verhindert sein, in Palästina selbst an der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung des Landes zu arbeiten, so werden wir diese Entwicklung vorläufig nach Kräften von außen vorbereiten. Unser zionistisches Bekenntnis, unsere durch nichts zu entmutigende zionistische Arbeit bedeuten, daß das jüdische Volk sich selbst und seinem zweitausendjährigen Ideal treu bleibt. (Lebhafter Beifall.) Solche Treue aber überwindet jedes Verhängnis, (Stürmischer, minutenlanger, sich wiederholt erneuernder Beifall und Händeklatschen. — Die Kongreßmitglieder sowie die Galeriebesucher erheben sich von den Sitzen.) Präsident Wolffsohn: Geehrter Kongreß! Bevor wir zu dem zweiten Punkte der Tagesordnung, zu den Wahlen, übergehen, müssen wir noch eine geschäftliche Angelegenheit erledigen. Sie haben alle den Vorschlag der Kommission für die Geschäftsordnung des Kongresses gedruckt in Ihren Mappen in die Hände bekommen. Wir bedürfen, um besser arbeiten zu können, der Annahme dieses Entwurfes der Kommission, die auch zugleich das Organisationsstatut ausgearbeitet hat. Wenn kein Widerspruch dagegen erhoben wird, (Widerspruch). Ich bitte um Ihre Namen (es

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