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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 469

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 469 (sequence 469)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 469 — Hygienisches Institut Die in Aussicht genommene Einrichtung eines mikrobiologischen resp. hygienischen Instituts hat gute Fortschritte gemacht. Die bis heute für das Institut zusammengebrachte Summe wird wohl ungefähr die Baukosten des Instituts decken. Wenn, wie zu erwarten ist, der Nationalfonds den Boden hierzu hergeben wird, so würden also immer noch die Einrichtungs- und die jährlichen Unterhaltungskosten aufzubringen sein. Ein vorläufig kleiner, auf Wunsch des A. C. unter dem Palästinaressort zusammengetretener, aus Ärzten bestehender Arbeitsausschuß hat schon die Vorarbeiten begonnen, und es ist Hoffnung vorhanden, daß bald ein aus sehr guten Namen zusammengesetztes Komitee die intensivere Werbung für die Aufbringung des Fonds in die Hand nehmen wird. Leider ist uns eins der rührigsten Mitglieder dieses Ausschusses, Dr. Georg Arndt, kürzlich durch einen jähen Tod entrissen. Ein renommierter, für das Technikum in Haifa hinausgesandter Architekt wird nach den detaillierten Angaben, die er hier erhalten hat, die Kosten des Baues berechnen und sich nach einem geeigneten Platz umsehen. Nach den vorläufigen Schätzungen scheint es, daß das Gebäude und die innere Einrichtung bei weitem nicht solch hohe Kosten machen werden, wie früher angenommen wurde. Neben der Förderung von gemeinnützigen Institutionen hat sich das Palästinaressort auch bemüht, das Interesse des privaten Kapitals für Anlagen in Palästina wachzurufen und zu pflegen. Das Palästina-Industriesyndikat Das Palästina-Industriesyndikat, eine in Berlin eingetragene Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit einem Kapital von 100000.— M an dem der Jewish Colonial Trust einen Anteil von 10000.— M besitzt, ist seinem Wesen nach ein Studiensyndikat, das sich bestrebt, in Palästina neue Industrien einzuführen. Es ist das naturgemäß keine leichte Aufgabe, da das kleine Ländchen selbst noch sehr wenig aufnahmefähig ist und sowohl der Mangel guter Häfen als auch die für die Versorgung des ottomanischen Reiches ungünstige Lage Palästinas einen Export der dort hergestellten Industrieartikel in andere Länder und selbst in andere türkische Provinzen erschwert. Dazu kommt noch das Fehlen von Eisen und Kohle, in den meisten Ländern die Grundlage größerer Industrien. So haben sich denn auch die meisten Projekte als undurchführbar erwiesen, und es blieben nur kleine Industrien, die sich an lokale Absatzmöglichkeiten oder an die lokalen Produktionen anschließen. Zu erstem ist zu rechnen die Herstellung von Ziegeln und Bausteinen, zu letztern die Mühlen, Ölpressen und Ölraffinerien, Konservenfabriken, Herstellung äthe-

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