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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 468

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 468 (sequence 468)
Language
German, English, Hebrew
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— 468 — Zentralbibliothek in Jerusalem Die Verhandlungen mit dieser von uns bisher mit einem kleinen Betrag unterstützten Bibliothek haben erfreuliche Fortschritte gemacht und lassen hoffen, daß sie sich jetzt bald durch eine zeitgemäße Reorganisation zu einer auf solider Basis stehenden großen jüdischen Bibliothek entwickeln wird. Die Unterhandlungen mit maßgebenden Faktoren, um eine gemeinsame Organisation zur Leitung und Unterhaltung der zu vergrößernden Bibliothek zu schaffen, scheinen Erfolg zu versprechen. Hoffentlich wird es jetzt nicht mehr lange dauern, bis sich an Stelle des bisherigen überfüllten Bibliothekgebäudes ein schöner und würdiger Neubau erheben wird. Pflanzungsverein Palästina Dieser Verein soll denjenigen Juden, die wünschen, eine Scholle Boden im Lande der Väter ihr eigen nennen zu können, ermöglichen, dieses Gebot ohne allzu große pekuniäre Opfer zu erfüllen, dadurch, daß sie für 80 M eine Landparzelle von 1/11 ha mit Fruchtbäumen bepflanzt auf Lebenszeit zugeschrieben erhalten, indem die Nutznießung dieses Grundstückes ihnen jährlich als 9Palästinagabeee zugestellt wird. Die erste Pflanzung von 150 Dunam ist von drei jüdischen Kolonisten in der Kolonie Rechoboth angelegt, und die Palästinagabe wird den Besitzern in diesem Jahre zum zweiten Male zugestellt werden, . diesmal in Gestalt von Mandeln und Rosinen, Da der Verein keinerlei Mittel für Propagierung seiner Ideen besitzt, noch wird erlangen können, so ist die Zahl der in der Berichtsperiode neuhinzugetretenen Mitglieder auch eine geringfügige gewesen. Die Hoffnung, daß die Misrachi, in deren Sinn doch dieser Verein ganz besonders hegen muß, die Sache als die ihrige betrachten würden, hat sich bisher als irrig erwiesen und dürfte auch in Zukunft sich kaum erfüllen, da diese Föderation ja durch Übernahme der Mittelschule „Tachkemoni" in Jaffa ein Unternehmen auf sich genommen hat, das ihre Kräfte ziemlich in Anspruch nehmen wird. Aus diesem Grunde hält der Vorstand des Vereins es für das beste, daß sich der Verein der Ölbaumspende angliedert, indem letztere die Ländereien des Pflanzungsvereins dauernd verwaltet, wofür sie nach dem Tode der einzelnen Besitzer völlig in das Eigentum der Ölbaumspende übergehen werden. Das Palästinaressort hat sich nur insofern mit diesem großenteils aus nichtzionistischen Mitgliedern bestehenden Verein beschäftigt, als es durch das Palästinaamt die Pflanzungen des Vereins kontrollieren ließ und dem Verein auch seine Räume für Beratungen usw. zur Verfügung gestellt hat.

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