Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 467 (sequence 467)
- Language
- German, English, Hebrew
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- Lod 1× ep/1045074
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Lydda und durch Uberweisung einiger Knaben aus den Mitteln des Pogromfonds unterstützt. Sie hat aber in ihrer bisherigen Form aufgehört zu existieren. Nachdem Herr Beikind aus finanziellen Gründen nicht mehr imstande ist, die Schule weiterzuführen, hat er kontraktgemäß das schöne Gebäude dem Nationalfonds übergeben. Es wird in Erwägung zu ziehen sein, ob es sich nicht für uns empfiehlt, dort auf gesicherter Grundlage ein ländliches Erziehungsheim für Knaben zu schaffen, wie sie sich in Europa so sehr bewährt haben, sowohl in England, als auch in Deutschland und in der Schweiz. Da die Zinsen unseres schon über 216000 M betragenden Pogromfonds schon jetzt für die Erziehung verwaister oder sonst durch die Pogrome in Not geratener Kinder benutzt werden, so ist die finanzielle Grundlage für das Erziehungsheim eigentlich schon gegeben. Den noch fehlenden Betrag zu beschallen, dürfte nicht allzu schwer sein. Es würde eventuell schon genügen, wenn sich eine Anzahl von Gemeinden, Vereinen oder Logen bereit erklärten, durch jährliche Zahlungen das Eecht zu erlangen, dort einen Zögling unterzubringen. Da immerhin geraume Zeit vergehenwird, bis man die Mittel zusammen haben wird, um mit Aussicht auf Erfolg das Erziehungsheim zu begründen, so wird geplant, das Haus in Beth Arif bis dahin der Olbaumspende als Wirtschaftsgebäude zu verpachten. Waisenpflege in Palästina Dem Waisenhaus für Knaben in Jerusalem wurden vier Knaben zugeführt, die aus dem Pogromfonds unterhalten werden. Daß Mädchen-Waisenheim in Jerusalem wurde von uns dadurch unterstützt, daß demselben zwölf Mädchen zugeführt wurden, deren Pension usw. wir aus dem Pogromfonds bezahlten. Da bei der Leitung der Wunsch vorhanden sein soll, dieses Institut auf das Land zu verlegen, so liegt der Gedanke nahe, für den Fall, daß in Beth Arif ein ländliches Erziehungsheim für Knaben an Stelle der Kiriath-Sefer-Schule gegründet wird, hiermit auch ein solches für Mädchen zu verbinden. Das Hebräische Gymnasium Dieses Institut, das unter der Obhut des Odessaer Komitees steht, wurde von uns zwar nicht direkt unterstützt, hingegen hat der Nationalfonds den Boden angekauft, auf dem das Gymnasium erbaut werden soll, und unser Gesinnungsgenosse Herr Moser, der das Geld zum Bau des Schulhauses zur Verfügung gestellt hat, hat letzteres gleichfalls dem Nationalfonds schenkungsweise übertragen. Grundstück und Haus werden dem Gymnasium für die ersten fünf Jahre zinslos überlassen; auch wurde festgesetzt, daß das Gebäude 50 Jahre lang ausschließlich für Schulzwecke verwendet werden muß. Das Palästinaamt hat die hierzu nötigen Verhandlungen geführt. 30*