Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 466 (sequence 466)
- Language
- German, English, Hebrew
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Leider hat die Schule den Tod des Zeichen- und Mallehrers am Bezalel, S. Hirszenberg, zu beklagen, dessen schöne, 'von unserm Gesinnungsgenossen Glicenstein hergestellte Bronzebüste der Schule eine dauernde Erinnerung an diesen seltenen Mann sein wird. Auch das mit der Kunstgewerbeschule verknüpfte Kunst- und kunstgewerbliche Museum hat bedeutende Fortschritte gemacht. Die schönste Zierde desselben wird das auf dem Hager Kongreß der Schule versprochene, seitdem vollendete und hier auf dem Kongreß zum erstenmal öffentlich ausgestellte Selbstporträt unseres Altmeisters Joseph Israels bilden. Möge diese hochherzige Schenkung bei den übrigen großen jüdischen Künstlern das Bedürfnis wecken, gleichfalls in Meisterwerken und möglichst in Selbstporträts in unserm jüdischen Nationalmuseum der Zukunft vertreten zu sein. Dann wird die Zeit gekommen sein, wo Jerusalem nicht nur wegen seiner heiligen Stätten, sondern auch wegen seiner jüdischen Kunstschätze eine Anziehungskraft für die Reisenden bilden wird. Der Anfang ist schon gemacht, indem gelegentlich der letzten Bezalelausstellung in München eine Reihe schöner, gleichfalls im Kongreßgebäude ausgestellter Kunstwerke dem Museum geschenkt wurde, darunter Bilder von Herrmann, Borchart, Schülein, Oppenheimer, Neustädter, Pottner, Wahle, sowie von Professor Kaufmann, eine Plakette „Liebermann ß, und eine Gipsgruppe „David und Goliath". Ferner hat der verstorbene Maler Hirszenberg eines seiner besten Bilder dem Bezalel-Museum geschenkt, wie auch das Gipsmodell von Glicensteins momumentalem „Messias" im Garten des Bezalel sehr stimmungsvoll zur Aufstellung gelangt ist. Auch das antiquarische Museum des Bezalel hat sich dank dem Sammlertalent von Professor Schatz in reicher Weise vermehrt, und es wird sich, wie wir hoffen, schon in nächster Zeit eine besondere Organisation bilden, um dieses Gebiet in ganz anderer \¥eise zu fördern, als es bisher bei den beschränkten Mitteln möglich war. Schließlich ist des Naturhistorischen Museums zu gedenken, das zwar noch klein ist, aber sich besonders in zoologischer Beziehung dank den Bemühungen des Herrn Aharoni schon einen gewissen Ruf erworben hat. Die Leitung des Vereins Bezalel hat Herrn Aharoni jetzt von der Pflicht, hebräischen Unterricht an der Schule zu geben, dispensiert, damit er sich in Zukunft ausschließlich als Kustos des Museums dieser Aufgabe widmen kann und auch Zeit findet, um hierfür größere Reisen in Palästina und den Nachbarländern zu machen. Kiriath-Sefer Die ländliche Schule Kiriath-Sefer bei Beth Arif wurde von uns durch Verpachtung des Nationalfondsgutes Beth Arif bei