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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 330

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 330 (sequence 330)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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330 — Delegierter Dr. Theilhaber (fortfahrend): Ich habe es den Herren anheimgestellt, mir eine Berichtigung für die nächste Nummer zuzustellen. Ich kann auf den Brief und die Taten verweisen. Es ist keine richtige oder unrichtige Berichtigung gebracht worden. Das ist die Wahrheit. Delegierter Dr. Hoppe: Verehrter Kongreß! Ich glaube, es fehlt unseren Erörterungen bei diesem Gegenstande die reale Grundlage. Es ist dies ein Feliler des Antrags. Es hätte gesagt werden müssen, wieviel die Leitung zur Fortführung ihrer Geschäfte unumgänglich braucht. Wieviel glaubt die Leitung mit ihrem Vorschlage bei den 10%, mit denen sie die Institutionen besteuern will, herauszuschlagen, damit wir ermessen können, ob diese 10°/o auch wirklich notwendig sind, um die nötigen Kosten der Fortführung der Leitung für die nächsten Jahre zu bestreiten? Wenn uns die Antragsteller nachweisen, daß wir eine solche Summe brauchen, wie sie nur mit einer Erhebung von 10ü/o von den Erträgen unser Institutionen resultiert, dann bleibt uns nichts übrig, als dies zu bewilligen. (Zustimmung.) Die Leitung braucht Geld, wenn sie bestehen soll. Dr. Oppenheimer hat gestern gesagt, zur Führung eines Krieges braucht man in erster Linie Geld, in zweiter Linie Geld, in dritter Linie Geld. Das gilt ebenso von der Leitung. Zur Leitung einer großen Bewegung gehört in erster Linie Geld, in zweiter Linie Geld, in dritter Linie Geld. Wenn Sie hierher kommen und nur negieren und die Kosten nicht aufbringen wollen, dann geht es nicht weiter, dann bleiben wir im Sumpfe stecken. Wenn Sie die Mittel durch Besteuerung der Institutionen nicht bewilligen wollen, dann bleibt nur der Weg übrig, daß Sie in die eigene Tasche greifen. Wir haben in Königsberg im letzten Jahre den Versuch gemacht, im Bereiche der eigenen Ortsgruppe einen solchen Weg einzuschlagen. Es ist das Verdienst des Dr. Pelz aus Königsberg, diesen Gedanken, in die Tat umgesetzt zu haben. Wir erheben eine Parteisteuer von 20 Pfennige per Woche von jedem in der Vereinigung organisierten Zionisten, der sich dazu bereit erklärte. Wir haben keinen Gerichtsvollzieher, etwa die Hälfte unserer organisierten Mitglieder haben den Korpsgeist besessen, diesen Betrag freiwillig zu zahlen, und wir haben in einem Jahr 800 M zusammengebracht, (Bravo!) Wenn Sie das in allen Ortsgruppen so machen, wenn die Hälfte der organisierten Zionisten 10 M pro Jahr zahlt, dann braucht vielleicht unsere Leitung die begehrten 10% nicht. Etwas anderes gibt es nicht. Entweder Sie geben die 10°/o . - . (Unruhe.) Vizepräsident Dr. Bodenheimer (unterbrechend): Wir nähern uns dem Schlüsse der Tagung. Ich darf doch von Ihnen erwarten, wenn Sie auch alle in einiger Erregung über die mehr oder weniger stürmischen Sitzungen in den Landsmannschaften sich befinden, daß Sie die Ruhe und Würde des Kongresses bis zum Schlüsse wahren; ich bitte die Delegierten, ihre Sitze einzunehmen, wir werden in Kürze eine Pause eintreten lassen. Delegierter Dr. Hoppe (fortfahrend): Ich bin sofort fertig. Wenn Sie also die 10°/o nicht bewilligen, ist es Ihre* verdammte Pflicht und Schuldigkeit, das Geld aus Ihrer eigenen Tasche zu nehmen. Ich möchte noch an den Herrn Präsidenten die Bitte richten, zu sagen, wieviel gebraucht wird und wieviel nach seiner Meinung aus den 10°/o resultieren wird. Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Es ist der Antrag auf Schluß der Debatte gestellt worden. Wer dafür ist, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Der Antrag ist fast einstimmig angenommen. Es liegen nun zwrei Anträge vor. Der erste Antrag lautet: „Der Kongreß beschließt, daß sämtliche finanzielle Institutionen, die der zionistischen Organisation unterstellt sind, eine Steuer von 10°/o der Nettoeinnahmen zu den Kosten der Organisation beizutragen haben." Der zwreite Antrag lautet: ..Zugunsten der Organisation mögen 10°/o von den Jahreseinnahmen aller zionistischen Institutionen außer dein Nationalfonds und der Olbaumspende abgezogen werden/'

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