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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 326

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 326 (sequence 326)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 326 — sition gefunden haben. Ich kann nichts anderes tun, als Ihnen Tatsachen vor die Augen führen, und muß abwarten, was Sie beschließen. Aber mir scheint, wenn Sie von diesen großen Worten absehen und auf die nüchternen Tatsachen zurückgreifen, daß Sie zugestehen müssen, daß es, wenn man von der Bewegung etwas erwartet, notwendig ist, der Leitung zumindest das Minimum von Mitteln zur Verfügung zu stellen, das sie braucht,, um auch nur ein Minimum von Erfolg zu erzielen. Dieses Minimum an Mitteln hat augenblicklich die Leitung nicht, und zwar seit vier Jahren. Es ist Ihnen bekannt, daß vor zwei Jahren diese Frage uns schon beschäftigt hat. Im Laufe der seitdem verflossenen Zeit wurden andere Mittel nicht gefunden, um der Bewegung die notwendige Unterstützung zuzuführen. Wenn ein anderes Mittel bekannt wäre, so glauben wir wohl alle, daß unser Präsident nicht mit diesem Antrage käme, von dessen Unpopularität er von vornherein überzeugt ist. Wir haben auch keine Aussicht, ein anderes Mittel zur Eegelung unserer materiellen Verhältnisse zu finden, und auch der Finanzausschuß, der aus unsern besten Finanzkräften bestand und zwei Jahre Zeit hatte, andere Lösungen ausfindig zu machen, der uns einen andern Weg zeigen sollte, ist lediglich zu problematischen Vorschlägen gelangt, die nicht geeignet sind, die Gesundung der Finanzen herbeizuführen, und die auch nicht durchführbar waren. Ein einziges anderes Mittel ist genannt worden, die Erhöhung des Schekels. Ich möchte Sie da an etwas erinnern: Vor zwei Jahren haben Sie schon einmal eine minimale Erhöhung des Schekels beschlossen. Der Schekel wurde damals überall auf die Höhe von einer Mark gebracht, dort, wo er eine Krone oder einen Frank beträgt, sollte er dementsprechend 1,20 Kronen, 1,25 Franks betragen. Wissen Sie, daß es nicht einmal möglich war, diese geringe Erhöhung durchzusetzen, und daß wir jetzt noch von Galizien Briefe bekommen, daß es nicht möglich sei, 20 Heller mehr zu bekommen, und daß aus diesem Grunde zwei Kongreßwahlen kassiert werden mußten? Und Galizien ist für uns ein großes Land; und in Rußland finden wir dasselbe. Wir glauben also nicht, daß der Schekel erhöht werden kann, ohne daß seine Anzahl um ebenso viel vermindert würde, als die Erhöhung beträgt. Es mag einige Länder geben, wo diese Erhöhung durchführbar ist, das sind die Länder, wo nur eine kleine Anzahl von Schekeln eingeht; aber in den Ländern, wo die jüdische Masse wohnt und wo der Schekel ebenso in Groschen und Pfennigen erhoben wird, wie die Spenden für den Nationalfonds, dort ist es nicht möglich. Sie sagen, daß es unmöglich ist, für den Nationalfonds zu sammeln, wenn er mit 10°/o besteuert wird, dann ist es uns auch nicht möglich, noch eine Mark mehr für den Schekel einzuheben: Noch ein ernstes Wort. Es wird hier gesprochen vom Nationalfonds und von den Kosten der Bewegung als von zwei verschiedenen Sachen. Eben haben wir gehört, daß der Nationalfonds eine Genossenschaft sei, eine besondere, separate Körperschaft. Ich weiß aus vierjähriger Praxis, daß dieser Standpunkt vom Kongreß nicht geteilt wird und daß Ihr Wunsch immer dahin ging, die Untrennbarkeit des Nationalfonds von der Bewegung zu betonen. Wo aber die Bewegung das zurückhaben will, was sie beiträgt, da reden Sie von separater Organisation: das ist keine Konsequenz. Es wird gesagt, daß eine Sammlung unmöglich ist, wenn 10°/o der Eingänge des Nationalfonds für die Kosten der Bewegung, für die Zwecke des Aktionskomitees aufgewendet werden. Dies klingt so, als ob diese Kosten des A. C. etwas wären, wofür auf anständige Weise Geld nicht verlangt werden kann. Was sind denn die Kosten der Bewegung und die Kosten des A. C? Doch nur die Kosten dafür, daß die Leitung sich bemüht, für den Nationalfonds und die andern Institute zu arbeiten. (Lebhafter Beifall.) Wenn Sie der Bewegung die Möglichkeit abschneiden, ihre Kosten zu decken, wenn Sie sie zwingen, die Arbeit einzustellen, muß sie auch die Arbeit für den Nationalfonds einstellen, und ich weiß nicht, ob Sie eine Sammlung für den

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