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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 323

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 323 (sequence 323)
Language
German, English, Hebrew
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das weiter gelingen wird, — garantieren möchte ich nicht dafür. Sie müssmi sie schaffen, nicht die Leitung, die Sie einsetzen, und Sie haben kein sichereres Mittel, als von dem Gewinn und den Einnahmen unserer Institutionen, für die wir arbeiten, 10°/o für die Organisation zu bestimmen. Ich rate Ihnen dringend, nehmen Sie diesen Antrag an. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Dr. Bodenheimev: Geehrter Kongreß! Ich bedauere es außerordentlich, daß ich mich bei dieser Frage nicht der Ansicht unseres verehrten Präsidenten anschließen kann. (Beifall und Händeklatschen.) Ich würde als Präsident des N. F. die Verantwortung nicht dafür übernehmen können, wenn der Kongreß beschließt, daß ein Teil — und wenn es auch nur 10% der Einnahmen des N. F. sind — für die Zwecke der Organisation verwendet' werden soll. (Ruf: Nicht der Einnahmen, sondern der Zinsen!) Ich glaube nicht, daß unser verehrter Herr Präsident die Auslegung, die Sie der Bestimmung geben wollen, akzeptiert, und ich bitte unsern Präsidenten, sich darüber zu erklären. Es wird gesagt, sein Antrag ginge nicht dahin, daß von den Gesamteinnahmen des N. F. 10% für die Organisation bewilligt werden sollen, sondern ein Betrag von 10% aus den Zinsenerträgen. Präsident Wolffsolm: Ich weiß nicht, wieviel die Zinsen sind, aber darauf würde ich sofort verzichten, denn 10% von den Zinsen des N. F. bedeuten gar nichts. Selbstverständlich meinte ich 10% von den Einnahmen. Dr. Bodenheimer (fortfahrend): Sie hören also, unser Präsident will gerade das Gegenteil: von den Einnahmen (sollen 10% für die Organisation bewilligt werden, und das ist es, wogegen ich mich in allererster Linie wehre. Es ist davon die Rede gewesen, — und ich bitte, bei dieser Frage, die unsere Gesinnungsgenossen aufs tiefste berührt und interessiert, mir Ihre Aufmerksamkeit einen Augenblick zu schenken, — es ist gesagt worden, der N. F. trägt ja bis jetzt in keiner Weise für die Organisation bei; denn was der N. F. bis jetzt tut, das ist einfach die Bezahlung seiner eigenen Bureaus und seiner eigenen Beamten. Nun möchte ich darauf hinweisen, daß das Palästinaamt in allererster Linie dafür geschaffen worden ist, um die zionistische Organisation in Palästina überhaupt zu vertreten und nicht die Interessen des N. F. Wenn der N. F. nicht die Kosten des Palästinaamtes zu einem sehr erheblichen Teil, — wir haben in der ersten Zeit 60°/o der Kosten des Palästinamtes getragen, — wrenn also der N. F. nicht in dieser Weise beigesteuert hätte, hätte das Palästinaamt überhaupt nicht geschaffen werden können. Es ist also nicht richtig, daß der N. F. dafür nicht jetzt schon erhebliche Beiträge leistet. Selbstverständlich ist es eine Pflicht des N. F., das zu tun, und wenn wir es nicht als eine solche Pflicht erachtet hätten, würden wir diese Bewilligung nicht gewährt haben; aber es heißt etwas ganz anderes, einen Beitrag für ein Palästinaamt bewilligen, wrelches unsere Arbeiten in Palästina unterstützt und ermöglicht, oder aber einen Beitrag zu leisten für die gesamte Organisation, welche lediglich die organisatorische Arbeit innerhalb der zionistischen Bewegung zu verrichten hat. Wir müssen fürchten, wenn dieser Beschluß in die Wirklichkeit umgesetzt wird, daß das die große Popularität, welche heute schon der N. F. unter Juden jeder Richtung, auch unter Nichtzionisten genießt, beeinträchtigen würde. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Wir müßten fürchten, daß die großen Aussichten, welche der N. F. bei einer zielbewußten Propaganda noch unter den Massen sich erwerben kann, die heute nichts vom Zionismus wissen und vielleicht in Jahren vom Zionismus nichts wissen werden, daß er diese Sympathien sich von vornherein verdirbt, und daß die Entwicklung des N- F. sich auf den Kreis der Anhänger der zionistischen Bewegung beschränkt. Der N. F. ist ein Fonds, der nicht für die Zionisten allein geschaffen worden ist. Das haben wir so oft erklärt, und daraus leiten wir das Recht her, daß auch die nichtzionistische jüdische Bevölkerung zu diesem Fonds ihren Beitrag leistet. (Zustimmung.) Wenn wir diesen Boden verlassen, und wenn wir anfangen, den 21*

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