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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 322

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 322 (sequence 322)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476272--3352-3479493
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— 322 — sagen. Es ist von der Kommission berechnet worden, daß die Kosten eines jeden Ölbaums 6 M betragen. Jetzt gehen davon schon 10°/o für die Landessammelstellen ab. Von 6 M gehen 60 Pfennig für die Sammelstellen ab, und jetzt würden noch 60 Pfennig für die Organisation dazu kommen. Was bleibt übrig für die Olbaumspende? Die Einnahmen dieses Instituts würden dann zurückgehen; dagegen können die Einnahmen des J. C. T. ohne Schaden besteuert werden. Präsident TYolffsohn: Geehrter Kongreß! Ich bitte in erster Linie den Nationalfonds und die Olbaumspende zu besteuern, und ich will Ihnen die Gründe angeben, warum ich diese Besteuerung in die erste Linie stelle. Der Nationalfonds soll nicht, wie ein Ausdruck gefallen ist, behandelt werden wie eine Schnorrersache. Der Nationalfonds ist gegründet worden wie eine englische Gesellschaft, und soll auch so verwaltet werden, nicht aber wie eine Zdoko Gedoloh oder wie Armengelder. (Rufe: Es ist? auch Geld dabei von Niehtzionisten!) Darauf werde ich gleich antworten. Die Niehtzionisten werden auch einverstanden sein. Ich möchte zunächst etwas berichtigen. Herr Schachtel sagte, daß der Nationalfonds zu den Kosten des Zentralbureaus in Köln beiträgt. Genau das Gegenteil ist der Fall. Wenn der Nationalfonds in unserm Bureau vier Zimmer und sieben Beamte hat und unser Licht verbraucht, so werden Sie nicht vom Zentralbureau verlangen, daß es auch die Beamten des Nationalfonds bezahlt. Wenn wir ein Palästinaamt haben, das drei Viertel seiner Arbeit, vielleicht noch mehr, für den Nationalfonds verwendet, — das A. C. hat weder Ländereien dort, noch hat es Verträge zu schließen, — so ist es doch selbstverständlich, daß der Nationalfonds auch die Kosten bezahlt. Das kann doch nicht alles das A. C. bezahlen; das A. C. zahlt genug dem Nationalfonds, indem es das ganze Jahr für ihn arbeitet. Alle zionistischen Arbeiten geschehen für den Nationalfonds, und sollen etwa die Kosten für das Sammeln, für das Geldabschicken, überhaupt für alles, was die Geld Verwaltung betrifft, vom A. C. gezahlt werden? Das geht nicht. Es wurde von Herrn Melamed eingewendet, daß die Leute, wenn der Nationalfonds zu den Kosten der Bewegung beiträgt, nichts mehr für den Nationalfonds geben werdendas ist nicht richtig! Jeder vernünftige Mensch muß sich sagen, wenn der Nationalfonds Ländereien hat, wenn er Güter hat, wenn er Bücher führt, wenn alles ordnungsmäßig vor sich gehen soll, muß er dafür auch Kesten zahlen. Und wenn man eine Organisation hat, die vom ersten Tage nach üoschhaschono bis Erew Roschhaschouo arbeitet, soll diese Organisation nicht entschädigt werden? Ich möchte fragen, ob die Landesorganisationen so etwas tun würden, und möchte die Herren Melamed und Schein fragen, ob nicht die Landesorganisationen auch Provision bekommen, weil sie für den Nationalfonds arbeiten. (Natürlich!) Woher sollen wir die Mittel nehmen? Wenn das A. C. so dotiert wäre, daß wir übriges Geld h\ittei\ möchte ich beantragen, jedes Jahr dem Nationalfonds zu geben, was wir übrig haben. (Delegierter Schein: Schekel erhöhen!) Mit der Erhöhung des Schekels ist es eine eigene Sache. Wenn es heißt, die Bank besteuern, da sind Sie alle dafür. Der erste Redner und Herr S c h a c h t e 1 sagten, nur die Bank soll besteuert werden. Geehrter Kongreß! Sie können ja beides machen. Sie können meinen Antrag annehmen und auch den Schekel verdoppeln, und ich garantiere Ihnen, daß ich auf dem nächsten Kongresse den Antrag stellen werde, nicht nur alles Geld, welches das A. C. übrig behalten hat, dem Nationalfonds zurückzugeben, sondern auch die Zinsen und Zinseszinsen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ich bitte Sie dringend, wollen Sie, daß die Organisation, — und ich spreche nicht pro domo, — wollen Sie, daß die Leitung, die der Kongreß wieder einsetzt, arbeiten soll, dann müssen Sie ihr die Mittel zur Verfügung stellen. In den letzten zwei Jahren ist mir das Kunststück gelungen, die Schulden zu bezahlen und die laufenden Mittel zu schaffen. Ob

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