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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 320

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 320 (sequence 320)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 320 — natürlich in diesen Jahren nicht so viel gesammelt, wie sie sonst sammeln können. Wir dürfen die Organisation, die wir ausgestalten wollen, nicht von derartigen Schwankungen abhängig machen. Ich habe mir gesagt, es gibt kein besseres Mittel für uns, als daß wir unsere Finanzinstitutionen für die Kosten der Organisation besteuern. Wir wollen sie nicht besteuern, wenn sie nicht in der Lage] sind, dazu zuzahlen. Wir wollen sie daher nur von ihren Gewinnen, von ihren Einnahmen besteuern. Wir sind es, die [diese Institutionen geschaffen haben. Wir sind es auch, die diese Institutionen erhalten. Wir haben uns die Jüdische Kolonialbank geschaffen, die jährlich so und so viel verdient. Ich glaube, es wäre nur gerecht, wenn uns diese Institution nach dem alten Prinzip Maaßer zahlt, wenn sie uns den zehnten Teil ihres Gewinnes abgibt, damit wir wieder für sie arbeiten können. Wir haben uns einen Nationalfonds geschaffen, und da ist man mir gekommen und hat mir auf der Jahreskonferenz gesagt, es geht nicht an, daß das heilige Geld des Nationalfonds zum Teile für die Organisation verbraucht werden soll. Ich habe demgegenüber die Frage gestellt: Was wollen Sie mit dem heiligen Gelde machen, wenn Sie Beamte anstellen wollen, wenn Sie den Organisationen in den verschiedenen Landsmannschaften für ihre Kosten die Ausgaben erstatten müssen? Und sind wir nicht an erster Stelle die Organisation, die für den Nationalfoiids arbeitet? Sind wir es nicht, die diese Arbeit verrichten? Deswegen bin ich der Ansicht, daß auch der Nationalfoiids nicht nur zum Wohle der Organisation der gesamten Bewegung, sondern zu seinen eigenen Gunsten ebenfalls Maaßer bezahlt an die Organisation. Wenn Sie dieses Prinzip durchführen, daß jedes Finanzinstitnt, das wir geschaffen haben, für das wir verantwortlich sind und für welches wir arbeiten, uns auch einen Teil seiner Einnahmen gibt, damit wir die Kosten bestreiten können, dann werden Sie damit die Möglichkeit schaffen, daß wir eine Grundlage für unser Budget bekommen. Es dauert bei uns manchmal lange, bis ein Gedanke, ein Antrag durchgeführt wird, bis er überall in alle Schichten eindringt. Ein großer Teil der Opponenten, die auf der Jahreskonferenz durchaus von diesem Antrage nichts wissen wollten, — das sind unsere Freunde in Rußland, — hat jetzt auch diesen Beschluß in Petersburg gefaßt. Die Herren aus Rußland werden wahrscheinlich alle für diesen Antrag stimmen, und ich hoffe, daß auch die große Majorität des Kongresses ebenfalls für den Antrag stimmen wird. Über andere Pläne, geehrter Kongreß, möchte ich Ihnen heute keine Vorschläge machen, weil sie noch nicht ganz reif sind und noch bearbeitet werden müssen. Wir werden diese Vorschläge der nächsten Jahreskonferenz machen, und wir werden sie eventuell bis zum nächsten Kongreß wieder aufsparen. Wir wollen nach dem Prinzip: „mathun, mathun, mea suse schawje", das heißt: „langsam, langsam, das ist hundert Schekel wert", vorgehen. Wir v/erden, glaube ich, besser tun, wenn wir langsam voranschreiten und nur eine Sache nach der andern durchführen. Deswegen bitte ich Sie, meinen folgenden Antrag, den Antrag, den eigentlich Herr Dr. Hantkestellen sollte, anzunehmen: „Der Kongreß beschließt, sämtliche Institutionen, die der zionistischen Organisation unterstellt sind, mit einer Steuer von 10°/o des Einkommens (Ruf: des Reinertrages!j, also des Reingewinnes, zu besteuern."

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