Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 319 (sequence 319)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 319 — Im Namen des Argarkreditausschusses beantrage ich, die Liste der Mitglieder en bloc anzunehmen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Delegierter Dr. Löwe: Ich habe verschiedene Namen in der Kommissionsliste nicht gehört. Ist Soskin nicht dabei? (Ruf: Nein!) Das ist komisch! (Heiterkeit.) Vizepräsident Stand: Es wurde von Herrn Dr. Tschlenow beantragt, diese Liste des Agrarkreditausschusses en bloc anzunehmen. Diejenigen, die dafür sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Angenommen. Delegierter Abrahamsolln: Ich beantrage, Herrn Dr. Buchmii aus Palä s tin a hinein zun ehmen. Vizepräsident Stand; Die Liste ist bereits angenommen. Ein neuus Mitglied kann nur von dem Ausschusse kooptiert werden. Herr Dr. Hantke, der jetzt sein Referat erstatten sollte, befindet sich, wie ich höre, im Permanenzausschusse. . Sekretär Berger (zu einer Mitteilung): Hoher Kongreß! Ich will nur mitteilen, daß noch eine ganze Reihe von Briefen für sehr viele Delogierte unbehoben ist. Da das Postamt im Kongreßgebäude nur bis heute 8 Uhr geöffnet ist, bitte ich Sie, diese Briefe möglichst heute noch abzuholen. Bericht des Finanzausschusses Präsident Wolffsolm; Geehrter Kongreß! Ich komme eben aus dem Permanenzausschuß, wro die Herren versammelt sind und wo sie, wie Sie wahrscheinlich erraten werden, noch immer mit. ihren Arbeiten nicht fertig sind. Herr Dr. Hantke führt sogar, glaube ich, den Vorsitz, und. er sollte hier sein Referat erstatten. Er ist erstens furchtbar müde und zweitens hat er keine Zeit. Jeder glaubt doch, daß seine Arbeit die wichtigste ist (Heiterkeit), und daher werde ich sein Referat übernehmen. Herr Dr. Hantke hat mir so oft geholfen, und so wrerde ich ihm auch einmal behilflich sein und werde Ihnen ungefähr, sagen, was Herr Dr. Hantke sagen wollte. Die Jahreskonferenz hat eine Kommission eingesetzt, die den hohen Titel Finanzkommission führte. Sie hat uns eine große Reihe von Ratschlägen erteilt, die zum Teil das E. A. C. selbst schon gewußt hat und die zum Teil undurchführbar sind. Wie dies bei uns immer der Fall ist, eine Kommission kann nicht arbeiten, weil sie nicht an einem Orte wohnt. Es kommt immer wenig dabei heraus. Bei der Jahreskonferenz habe ich namens des E. A. C. einen Vorschlag gemacht, um endlich eine Grundlage für die Aufstellung eines Budgets zu haben; denn es kann keine Organisation, keine Gesellschaft existieren, die nicht eine Ubersicht hat, wieviel sie im Laufe des Jahres ausgeben darf und wieviel sie voraussichtlich einnehmen wird. Die Grundlage unserer Einnahmen beruht auf dem Schekel. Die Schekeleinnahmen schwanken von Jahr zu Jahr. Haben wir einen Kongreß, sind die Schekeleinnahmen höher, haben wir keinen Kongreß, sind sie niedriger. Es spielen aber auch eine ganze Menge anderer Sachen mit. Ich brauche Sie nur daran zu errinnern, wie die Progrome in Rußland waren, wie die Revolution dort ausbrach, da haben wir überhaupt keine Schekel aus Rußland bekommen. Wie die Not in Rumänien ausbrach, cla haben — ich möchte das bei dieser Gelegenheit besonders hervorheben, ich war geradezu davon gerührt — die Vereine gerade in der Zeit der größten Not uns doch noch Schekel geschickt. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Sie haben aber