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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 314

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 314 (sequence 314)
Language
German, English, Hebrew
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— 314 — hat. (Sehr richtig!) Die Folge davon war, daß die beiden Parteien nicht gearbeitet haben, und da sagte ich. wenn zwei Parteien vorhanden sind, die sich bekämpfen, oder die sich nicht einmal bekämpfen, aber untätig sind, soll man ihnen die Möglichkeit geben, zu . arbeiten, und dann wird eine Partei versuchen, die andere zu überflügeln, und sie werden beide arbeiten. (Lebhafte Zustimmung, Beifall und Händeklatschen.) Das ist beim vorigen Kongreß angenommen worden, und ich habe gesehen, daß diese Föderationen in manchen Ländern dazu beigetragen haben, daß dort der Zionismus etwas gewachsen ist. Aber ich gestehe offen, dieses Prinzip hat auch seine Schattenseiten, und dies haben wir zuerst bemerkt bei dem Order Knights of Zion und bei der amerikanischen Föderation. Mister Allen hat gesagt, daß die amerikanische zionistische Föderation nicht gefragt worden ist; das ist nicht ganz richtig. Als der Order Knights of Zion uns anzeigte, daß er 3000 Schekelzahler habe und die Eechte der Föderation verlangte, das war ungefähr zwei Wochen vor der Jahreskonferenz, habe ich sofort nach Amerika an die Föderation geschrieben: Der Order Knights of Zion zeigt uns an, daß er 3000 Schekelzahler habe und die Eechte einer Föderation verlange. Dieser Brief ist mehrere Tage vor der Jahreskonferenz in New York angekommen. Auf der Jahreskonferen/, selbst hatte ich noch keine Antwort aus Amerika, obgleich sie bis dahin hätte eintreffen können. Ich habe daher der Jahreskonferenz den Antrag des Order Knights of Zion vorgelegt, und die Jahreskonferenz hat dem Order das Recht einer Föderation erteilt. Erst nach der Jahreskonferenz kam ein Telegramm aus New York, welches dagegen protestierte. Die Ursache der Verzögerung war, wie ich nachträglich erfahren habe, daß der Präsident der amerikanischen Föderation in Baltimore wohnt und die Föderation ihren Sitz in New York hat. Dadurch ist der Brief liegen geblieben, ging sodann nach Baltimore, dann kam er nach New York zurück, dann erst wurde telegraphiert irnd so sind sie mit ihrer „Sukke" nach Sukkoth gekommen. Nur dadurch konnte man in Amerika glauben, daß ich beantragt hätte, dem Order das Recht der Föderation zu erteilen, ohne die Föderation of American Zionists vorher befragt zu haben. Wie die Sache heute liegt, glaube ich nicht, daß wir in der Lage sind, den Beschluß der Jahreskonferenz in beziig auf den Order Knights of Zion aufzuheben, außer wir heben überhaupt das Prinzip der Föderationen auf. Sollten Sie der Ansicht sein, daß wir sämtliche Föderationen aufheben und alle Zionisten eines Landes zwingen, der betreffenden Landesorganisation anzugehören, dann löst sich der Order Knights of Zion von selbst auf. Sollten Sie aber der Ansicht sein, daß das Prinzip der Föderationen bestehen bleibe, so glaube ich, sind Avir gar nicht in der Lage, dem Order Knights of Zion das Recht als Föderation zu nehmen; wir könnten höchstens den Wunsch aussprechen, da beide Organisationen auch territorial voneinander getrennt sind, daß der Order sich auf sein Gebiet beschränkt, damit es künftig keine Konkurrenz und Zwistigkeiten mit der amerikanischen Föderation gibt. Bei dieser Gelegenheit will ich auch mitteilen, daß ein anderer Order und zwar der Order of Ancient Maccabeans ebenfalls eine Eingabe gemacht hat, wonach er als Föderation anerkannt werden will. Auch hier wird derselbe Fall eintreten. Nach unsern Statuten hat das A. C. gar keine Möglichkeit, dieses Recht ohne wichtige Gegengriinde zu verweigern, ob die englische Föderation dagegen protestiert oder nicht. Wenn der Order 3000 Schekel gezahlt hat, wenn er so viele Schekelzahler besitzt und allen Verpflichtungen unserer Statuten nachkommt, ist das A. C. nicht in der Lage, die Zustimmung zu verweigern. Deshalb meine ich, der Kongreß soll sich darüber aussprechen, ob er geneigt ist, das Prinzip der Föderation aufrechtzuerhalten oder ob er die Föderationen überhaupt auflösen will. Sie haben jetzt noch die Gelegenheit. Wenn jetzt der Permanenzausschuß seine Änderungen vorschlagen wird, können Sie den Antrag stellen und selbst darüber entscheiden, ob wir das Prinzip der Föderationen beibehalten wollen

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