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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 309

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 309 (sequence 309)
Language
German, English, Hebrew
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— ao9 — vorgerückten Zeit noch interessieren können, sind die Fragen der obersten Leitung, die Fragen der Zusammensetzung des Engeren und Großen A. C, ihre Funktionen und dergleichen. Ich würde also beantragen, daß wir aus der eingeschriebenen Rednerliste die Herren zusammentreten lassen, und daß dieselben die Sache unter sich regeln. Dann bekommen Sie einigermaßen eine vernünftige Kommission. Dr. Bodenlieimer: Geehrter Kongreß! Ich habe ja nicht einen bestimmten Vorschlag gemacht, wie diese Kommission zusammengesetzt werden soll. Ich will nur das Prinzip festgestellt haben, und zwar deshalb, weil weder der Kongreß in seiner Zusammensetzung von über 300 Delegierten, noch der Permanenzausschuß, der, soviel ich weiß, aus 60 bis 70 Personen zusammengesetzt ist, eine geeignete Körperschaft bildet, um diese Frage eingehend, zweckmäßig und gründlich zu besprechen. Dafür muß eine kleinere Kommission geschaffen werden. Es ist selbstverständlich, daß diese Kommission von 21 Personen dem Kongresse am ehesten vom Permanenzausschuß vorgeschlagen werden kann; denn derselbe kennt die Leute, die über die Organisationsfragen am besten orientiert sind. Außerdem aber akzeptiere ich gern den Vorschlag, der hier gemacht worden ist, daß die Redner, welche sich zu den Organisationsfragen gemeldet haben, zusammentreten und dem Permanenzausschuß eine Liste mit dem Ersuchen einreichen, diese Herren in erster Linie bei Zusammensetzung des Organisationsausschusses zu berücksichtigen. Anders können wir nicht verfahren, wenn wir nicht die größte Unordnung in diesen Fragen am Kongresse herbeiführen wollen. Präsident "Wolfisolm: Geehrter Kongreß! Wir müssen den Knäuel etwas entwirren. Wir haben auch noch andere Punkte der Tagesordnung, und zwar sehr wichtige, zu erledigen, nämlich die Vorschläge der Finanzkommission. Heute brauchen wir die Anträge der Finanzkommission nicht. Aber bis zum nächsten Kongreß werden wir sie sehr notwendig gebrauchen, mindestens so notwendig wie ein neues Organisationsstatut. Wir worden darüber auch beraten müssen. Wir müssen unsere Zeit einteilen. Wenn wir jetzt mit der Geschäftsordnungsdebatte fortfahren, wird dieselbe noch eine Stunde dauern, dann werden wir Generalredner wählen, und ich fürchte, wir kommen nicht von der Stelle. Wir werden dann dahin kommen, daß wir die Redner gehört haben und doch nicht wissen, was wir tun sollen. Denn, geehrter Kongreß, es ist der größte Fehler, daß unser Organisationsstatut hier in einer halben oder einer Stunde abgemacht werden soll. Es ist das eine zu wichtige Sache. Wir dürfen auch nicht einreißen lassen, daß auf jedem Kongresse unser Organisationsstatut geändert wird. Wir müssen ein neues gutes Organisationsstatut haben. Denn unsere Bewegung ist aus dem alten Statut herausgewachsen, und wir sehen jedes Jahr, daß man damit nicht weiter wirtschaften kann. Heute kommen wir aber damit nicht mehr zu Ende. Deshalb mache ich folgenden Vorschlag: Es sollen ja Änderungen in der Leitung vorgenommen werden. Darum soll man heute unser altes Organisationsstatut nur in den die Leitung betreffenden Paragraphen den geänderten Verhältnissen anpassen, die Vorschläge von Herrn Dr. Bode n heimer aber bezüglich des Organisationsstatuts dem A. C. zur Beratung überweisen. (Ruf: Das war schon einmal der Fall!) Ich habe seinerzeit vorgeschlagen, daß man für unser Organisationsstatut hier ein bis eineinhalb Tage verwenden soll. Das ist mindestens dazu notwendig. Da habe ich kurze Zeit darauf einen Artikel in einem offiziellen Organe, im „Ha'Olam", gelesen, man beabsichtige, den Kongreß hier mit derartigen unnützen Sachen aufzuhalten und habe eineinhalb Tage dafür eingesetzt, um ihn von den wichtigen Angelegenheiten abzulenken. (Hört, hört!) Sie sehen, die Ansichten sind vollkommen verschieden. Ich schlage daher vor, die Vorschläge, die Herr Dr. B o d e n h e i m e r selbst mit mir ausgearbeitet hat, dem Großen A. C. zu überweisen; dagegen aber heute unser altes Organisationsstatut vorzunehmen und nur diejenigen Paragraphen

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