Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 308 (sequence 308)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 308 — diesem Kongresse die Einzelheiten meines Reforinentwurfs nicht zur Behandlung kommen können. Ich beantrage: der Kongreß möge beschließen, es soll ein Organisationsausschuß, bestehend aus 21 Personen, zusammentreten, der in Verbindung mit dem Permanenzausschusse organisatorische Bestimmungen über das Große A. C. und das E. A. C. dem Kongresse vorlegt. (Rufe: Wann?) Heute, in zwei Stunden. Der Kongreß beschließt ferner, daß die Frage der Änderung der Statuten im übrigen dem Großen A. C. beziehungsweise der Jahreskonferenz zur Erledigung übertragen wird. Vizepräsident Dr. Tschlenow; Wir haben jetzt zwei Vorschläge. Dur erste, der von Herrn Dr. B ett elh eim herrührt, scheint sehr schwer ausführbar zu sein, da die Landsmannschaften Redner wählen sollen. Der zweite Antrag, der von Herrn Dr. Bodenheimer ist, verlangt, daß man einen Ausschuß wählen soll, der noch heute über die Organisationsfragen referieren soll. Dieser Autrag scheint leichter ausführbar zu sein. Dann müßten wir aber den Permanenzausschuß bitten, uns Nfmen vorzuschlagen. Ich werde gleich den Antrag Bodenheimer zur Abstimmung bringen. Delegierter Kaplansky; Geehrter Kongreß! Ich hätte nichts gegen den Antrag einzuwenden, daß ein Organisationsausschuß zur Beratung der Fragen der Organisation des Großeu und Engeren A. C. eingesetzt werde. Ich muß mich aber gegen den Teil des Antrags Bodenheimer wenden, wonach dieser Ausschuß oder das A. C. und die Jahreskonferenz endgültig über das Organisationsstatut in Zukunft zu entscheiden hätten. Ich bitte den Kongreß, nur für den Teil des Antrags Bodenheimer zu stimmen, daß jetzt eventuell ein Organisationsausschuß eingesetzt werde, der noch, im Laufe des heutigen Nachmittags Bericht erstattet und Vorschläge bezüglich des Großen und Engeren A. C. dem Kongresse unterbreitet. Jeden weiteren- Antrag, daß die Jahreskonferenz oder das Große A. C. bezüglich des Organisationsstatuts irgendwelche Befugnisse erhält, bitte ich Sie, glatt abzulehnen. (Zustimmung.) Nur der Kongreß allein kann über seine eigene Organisation entscheiden. Das kann weder dem Aktionskomitee noch der Jahreskonferenz überlassen werden. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Vizepräsident Dr. Tschlenow; Wir kommen jetzt zur Abstimmung über den ersten Teil des Antrags Bodenheimer, welcher lautet (liest): „Der Kongreß beschließt, ein Organisationsausschuß, bestehend aus einundzwanzig vom Permanenzausschuß genannten Personen, soll zusammentreten, der in Verbindung mit dem Permanenzausschusse organisatorische Bestimmungen über das Große und Engere A. C. dem Kongresse vorschlägt." Präsident Wolffsohn: Geehrter Kongreß! Ich glaube, es dürfte schwierig sein, die einundzwanzig Personen so mir nichts dir nichts für einen Organisationsausschuß hier zu wählen. Das dürfte wahrscheinlich auch zu lange dauern, als daß wir heute noch damit fertig werden können; aber irgendwie müssen wir doch die Sache anfangen. Deshalb würde ich dem Referenten Herrn Dr. Bodenheimer vorschlagen, er solle seinen Antrag mit dem Antrage Bettelheim dahin verbinden, daß jede Landesorganisation ein oder zwei Delegierte hineinschickt, die von der Organisation etwas verstehen, die auch die Interessen der Landsmannschaft kennen und gemeinsam mit dem Permanenzausschuß die Sache beraten. Nur fürchte ich, daß, wenn die Landsmannschaften erst darüber beraten müssen, wir dann wieder nicht von der Stelle kommen. (Zustimmung.) Geehrter Kongreß! Wir haben nur noch den heutigen Abend für uns und müssen auch eine Schlußsitzung für die Wahlen haben. Es hätte meiner Ansicht nach keinen Zweck, uns lange aufzuhalten und etwas zu beschließen, das auszuführen die Herren keine Zeit haben. Delegierter Gronemaim: Ich beantrage, den Permanenzausschuß dazu zu bestellen. Delegierter Trietseh: Es handelt sich hier nicht um Organisationsfragen der einzelnen Landsmannschaften. Darum ist das Landsmannschaftsprinzip hier nicht am Platze. Die Hauptfragen, die uns auf dem Kongresse bei der