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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 307

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 307 (sequence 307)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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sich im untern Räume desselben, man sieht sie nicht, man weiß auf dem Schiffe nichts davon, die Passagiere sitzen unbesorgt und unbekümmert auf dem Deck, oder in den schönen Sälen des Schiffsraums. Auf diesem Schiffe befinden sich auch Schiffsbücher, in die die Passagiere eingetragen sind, es finden sich Kartenwerke, um zu sehen, wohin die Fahrt geht, auf dem Schiffe befindet sich auch eine Mannschaft. Diese hat sich dem Drill der Oberen unterzuordnen. Aber an der Spitze des Schiffes, auf der Kommandobrücke stehen nicht fünf oder sieben Leute, die sich beraten, was in jedem einzelnen Falle zu tun ist, sondern wenn es nebelig ist und das Nebelhorn tönt und kurz vor dem Schiffe ein gefährlicher Fels auftaucht mitten aus der Brandung, da muß ein Mann sein, der das Komando hat, damit das Schiff die Brandung vermeidet und sicher den Hafen erreicht. Auch der Zionismus ist ein solches Schiff, das nach einem fernen Ziel seine Fahrt angetreten hat. Solange wir befürchten müssen, daß Gefahren rechts oder links plötzlich auftauchen auf unserm Wege und das Schiff zugrunde gehen könnte, wenn nicht plötzlich ein energischer Entschluß von dem Manne auf der Kommandobrücke das Schiff retten kann, wenn nicht auf den Ruf des Kapitäns vom Deck bis zum Kiel ein Schüttern durch das Schiff geht, muß man wissen, daß das Schiff der starken Hand des Führers gehorcht und alles in Ordnung ist vom Kapitän bis zum untersten Matrosen. Dann können die Passagiere unbesorgt sein, daß das Schiff sein Ziel erreichen wird. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Vizepräsident Dr. Tschlenow; Herr Bettel heim hat das Wort zur Geschäftsordnung. Delegierter Dr. Bettelheim: Geehrter Kongreß! Ich bringe einen Geschäftsordnungsantrag ein, den Sie gefälligst mit einiger Aufmerksamkeit verfolgen wollen. Zum Punkte Organisation sind bis zum Momente ca. 50 Redner vorgemerkt. (Dr. Tschlenow: Schon mehr!) Der einzige Ausweg, den wir wohl haben, ist die Wahl von Generalrednern. Das würde ich in diesem Falle aber nicht empfehlen, und zwar aus folgendem Grunde: Es hat sich beispielsweise, wie ich weiß, eine. Fraktion korporativ eingetragen, um bei der Wahl in großer Majorität zu sein. (Hört, hört!) Die W'ahl von Generalrednern wäre daher ein großer Fehler. Dagegen gibt es einen andern Modus. Wir in der ungarischen Landsmannschaft haben von jeher die organisatorisch sehr richtige Ansicht gehabt, daß von jeder Landsmannschaft ein Delegierter das Wort erhält, oder falls in einer Landsmannschaft eine Oppositien sich erhebt, auch davon ein Vertreter zum Worte kommt. Ich würde daher beantragen, daß jede Landsmannschaft bei Einigkeit einen und bei Opposition zwei Delegierte aus ihrer Mitte wählten. Dasselbe Recht sei auch den Fraktionen gewährt, und die Debatte wird dann ein getreues Bild der Meinung des Kongresses geben und wir werden nicht mehr das wenig erquickliche Bild haben, daß die Debatte, wie es an den letzten Tagen der Fall war, nicht auf der Höhe der Situation steht. (Beifall.) Dr. Bodenheimer; ' Sie sehen, daß das Referat in sehr ungeschickter Weise gedruckt worden ist. Es ist dies nicht meine Schuld. Es wurde plötzlich zum Druck gegeben und mußte sehr rasch fertiggestellt werden. Ich bitte daher um Entschuldigung, wenn es schwer lesbar ist. Ich habe vorhin vergessen, einen bestimmten Antrag zu unterbreiten, von dem ich glaube, daß der Kongreß damit einverstanden sein wird. Derselbe steht im Einklänge mit dem Prinzip, daß ich zum Ausdruck gebracht habe, daß auf 20*

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