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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 287

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 287 (sequence 287)
Language
German, English, Hebrew
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Man schlägt Ihnen vor, als dem souveränen Herd unserer ganzen zionistischen Tätigkeit, daß Sie alle diese Anträge ablehnen. Dein muß ich widersprechen. Ich weiß, daß ich in einer schlechten Stellung bin. Der gegenwärtige Präsident des E. A. C. ist dagegen und wahrscheinlich ist der zukünftige auch dagegen. Daher bin ich in einer schlechten Lage. Wenn auch der Antrag angenommen wird, wird man sich nicht dafür bemühen, aber es hat einen prinzipiellen Wert. Wenn die Sache auch nicht sofort ausgeführt wird, so wird doch die Zeit kommen, sie durchzuführen. Zur Begründung sagen Sie selbst, daß Palästina in einer Ausnahmestellung ist. Das sind wir. Wir haben ein Recht auf Privilegien. Herr Präsident Dr. Boden he im er hat gesagt, wir machen keine Ausnahme. Aber in einem Lande, wo, wie ich erklärt habe und wie jeder weiß, der nach Palästina, kommt, die zionistische Idee so schwach ist und der antizionistische Geist wächst, muß man unsere Arbeit erleichtern. Man hat immer Furcht, daß etwas hinter den Anträgen steckt. Die zionistische Organisation mit dem Kongreß an der Spitze muß Garantien schaffen,, wie in jedem Lande und in jedem Staate, um die Beamten gut vom Plenum aus kontrollieren zu können. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Deshalb muß es Ihnen leicht verständlich sein, warum von oben aus verlangt wird, alle diese Anträge zu annullieren. Im Namen aller Palästinenser wird verlangt, daß unbedingt eine zionistische Kontrolle über die Arbeit bestehen soll. Gegen den fünften Punkt ist besonders von dem Präsidenten des Aufsichtsrats eingewendet worden, der zionistische Geist sei in Palästina, vorherrschend. Das ist unwahr. Ich kann nur sagen, daß ich nicht weiß, was dort vorgeht. Wir seilen, daß die Propaganda für eine echt zionistische Arbeit in Palästina mehr nötig ist als überall. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ich verlange daher von Ihnen, daß Sie Ihre Pflicht erfüllen, daß Sie wirklich ein reales Interesse für die Arbeit in Palästina zeigen sollen. Es wird wenig sein, wenn Sie oben Leute haben, die sich für die Arbeit interessieren. Es ist auch wenig, wenn Sie dort ehrliche Beamten haben. Ehrliche Beamten werden mit der Zeit nur Bureaukraten und das eigentliche zionistische Interesse fehlt ihnen. Ich kann mit Ihnen nicht ein Privatgespräch führen, aber ich könnte Ihnen Beispiele dafür geben, wie neutral unsere Beamten dort der zionistischen Sache gegenüber stehen. Im fünften Punkte habe ich beantragt, daß nicht in geschäftlichen Sachen und nicht mit beschließendem Rechte, sondern nur mit beratendem Rechte von der A. P. C.-Leitung in Jaffa das Landeskomitee in Palästina bei allen Angelegenheiten herangezogen werden soll. Ich verlange, daß ein Obergericht über unsere Beamten bei der Bank bestehen soll. Ich habe das gestern begründet und brauche es nicht noch einmal zu sagen. Es kann jemand ein vortrefflicher Beamter sein, aber sein allgemeines Bildungsniveau und seine zionistische Weltanschauung können so beschränkt sein, daß ihm wirklich die Mitglieder unseres E. A. C. zur Seite stehen sollen. Ich verlange nichts neues und erinnere, daß am Dritten Kongreß folgender Beschluß angenommen wurde, der in dem Organisationsstatut Aufnahme fand: Das E. A. C. hat kein Recht, in einem Lande Schritte vorzunehmen, die mit dem Lande in Verbindung stehen, ohne das Landeskomitee hierüber zu befragen. Ich habe gesagt, der Bleistift arbeitet zu viel in der Bank, und man streicht zu viel bei allen Unternehmungen. Es ergibt sich dann der Umstand, den ich angeführt habe, daß jede Kraft, welche sich einmal bewährt hat, wenn sie nach Palästina kommt, in eine Gruft gelangt, und jeder fühlt sich wie in ein Grab oder in einen Keller auf Ewigkeit hineingelegt. Wenn man nach Palästina geht, will man etwas schaffen und tun, und warum sollten die Mitglieder des A. C, die in Palästina sind, nicht die Möglichkeit haben, etwas zu tun. Von allen Schichten der Bevölkerung, sowohl aus der Arbeiterschaft wie aus den Kolonisten, soll ein Mitglied in das A. C. hineingowählt

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