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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 284

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 284 (sequence 284)
Language
German, English, Hebrew
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— 284 - Wir kommen nunmehr zu einigen Anträgen, über die sich vielleicht eine kurze Diskussion entspinnen wird. Es ist hier zunächst der Antrag des Herrn Koh an-Bernstein, welcher lautet (liest): „Ich beantrage: 1. Die Vereinigung aller Bureaus für die zionistische Tätigkeit in Palästina zu einem Bureau, das unter Kontrolle und kollegialer Leitung der in Palästina wohnenden Mitglieder des A. C. stehen soll 2. Die Aufgabe des Bureaus zerfällt in fünf Teile: a) Auskunft und Hilfe bei Landankäufen in Palästina, auf Wunsch auch Parzellierung; b) Informationen jeder Art zum Zweck der Ansiedlung; c) ein Vermittlungs - und Auskunftsbureau für Arbeiter und Kolonisten; d) Inspektion und Registratur der Kulturaufgaben e) Organisation der palästinensischen Juden. 3. Es wird vom Kongreß aus das Recht einer palästinensischen Landsmannschaft mit einem entsprechenden Landeskomitee anerkannt. 4. Es ist wünschenswert, auch aus Palästina ein Mitglied desE. A. C. zu wählen. 5. Bei der A. P. C.-Leitung in Jaffa soll zur Beratung aller geplanten neuen Unternehmungen in Palästina das Landeskomitee hinzugezogen werden/' Dieser Antrag hat bis jetzt nicht die erforderliche Anzahl von Unterschriften. Ich bitte Herrn Koh an-B ernst ein, hierfür eine Erklärung abzugeben. Delegierter Dr. Kolian-Bernstein: Ich war gestern im Permanenzausschusse beschäftigt. Ich wurde zum G-eneralredner gewählt und wurde von viel mehr als 20 Herren beauftragt, meine Vorschläge zu begründen. Ich bin sicher, daß ich bis 100 Unterschriften sammeln könnte. Ich habe gestern auch den Herrn Präsidenten gefragt, ob die Formalität nötig ist, und da wurde mir gesagt, es wird auch so gehen. Aber in Wirklichkeit kann ich auch bis i00 Unterschriften beibringen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Der Antrag ist von der palästinensischen Landsmannschaft vorgeschlagen. Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Wir werden über diesen Antrag nicht sofort zur Abstimmung schreiten. Ich nehme an, daß die Herren vom E. A. C. eine Erklärung abgeben wollen, ob dieser Antrag annehmbar ist oder nicht. Delegierter Trietsch: Wer sind die Herren? Wir haben noch kein neues A. C. und tagen noch unter dem alten.— (Delegierter Hermann Kohn: Der Kongreß soll beschließen!) Selbstverständlich beschließt der. Kongreß, aber der Kongreß wird Wert darauf legen, das E. A. C. zu hören. Präsident Wolffsolm: Das ist eine prinzipielle Sache. Herr Hermann Kohn ist zum erstenmal liier. Das E. A. C. ist vom Kongreß gewählt und nicht von Ihnen, der Sie noch niemals gewählt haben. Der vorige Kongreß muß mindestens so respektiert werden wie der heutige. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Das, was uns Herr Wolffsolm jetzt gesagt hat, deckt sich, glaube ich, mit meiner Erklärung. Ich nehme an, daß der Antrag Koh an-B ernstein die nötige Unterstützung hat. (Zustimmung.) Professor Warburg: Ich möchte im Namen des E. A. C. als Vertreter der Palästinaarbeiten daraufhinweisen, daß, wenn Sie diese Anträge annehmen, Sie vielleicht das neue A. C. mit Aufgaben belasten, die es nicht ausführen kann. Ich halte es überhaupt für außerordentlich gefährlich, daß ein Kongreß

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