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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 283

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 283 (sequence 283)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476272--3313-3479454
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„Für die -Durchführung der von 'Oppenheimer vorgeschlagenen Siedlungsgenossenschaft sollen die Mittel in der .Höhe bis zu 200000 Frs. vom Nationalfonds bewilligt werden." (Widerspruch.) Dazu möchte ich erklären, daß Herr Dr. Boden heim er sich gestern dahin geäußert hat, — und ich halte dies von symptomatischer Wichtigkeit für die weitere Entwicklung des N. F., — daß nicht nur Land für die Genossenschaft gegeben werden kann, sondern auch ein Betriebsfonds, weil durch die Arbeit auf dem Lande der Wert erhöht wird, so daß der N. F. in voller Sicherheit und in Ubereinstimmung mit seiner Praxis solche Dinge durchführen kann. Vizepräs. Dr. Bodenheimer (unterbrechend); Ich'kann Ihnen nicht das Wort zu einer Begründung geben. Die Debatte ist geschlossen. Sie haben Ihren Antrag verlesen. Der Kongreß hat die Rede des Herrn Dr. Franz Oppenheim er gehört, und der Kongreß hat auch Sie gehört, und er wird jetzt über diese Frage entscheiden. Ich möchte Sie wirklich bitten, Herr Trietsch, wenn Sie auch nach der Geschäftsordnung berechtigt sind, ein Amendement zu begründen, sich möglichst kurz zu fassen. Del. Trietsch (fortfahrend); Nachdem solche Äußerungen hier gefallen sind, wollen wir doch nicht unnötig einen neuen Propaganclaplau in die Masse hinausgehen lassen. Wir haben so viele Fonds, die hinausgehen, daß wir nicht unnötig für Fonds sammeln wollen, 'die der N. F. selbst gewähren kann. Deshalb habe ich beantragt, daß bis zu 200000 Frs , die Herr Dr. <) ppenh e ime r als Minimum erklärt, die Bewilligung vom N. F. erteilt werden kann. Was noch darüber gesammelt wird, mag für die gleiche Sache dienen, aber die Bewilligung des Minimums kann der N. F. für die verlaugte Summe garantieren. Vizepräs. Dr. Bodeiilieimer: Die Mitglieder des Direktoriums des X. F. erklären, daß sie diesen Vorschlag des Herrn Trietsch nicht annehmen können. Wir haben in eingehender Beratung mit Herrn Dr. Oppen he im rr und seinen Freunden unter Zuziehung der Mitglieder des Direktoriums des N. F. die Basis festgestellt, auf der der N. F. einzig und allein in der Lag«' ist, sich an dieser Genossenschaftssiedlung zu beteiligen. Ich bitte Sie, nunmehr über den Antrag abzustimmen, Del. Trietsch: Ich bitte zu einer Anfrage ums Wort. Vizepräs. Dr. Bodenheimer: Das kann ich nicht geben, Ks ist nicht geschäftsmäßig. Wir sind in der Abstimmung (Dr. Tsehlenow übersetzt den Antrag ins Russische und Mr. Beut wich ins Englische.) Ich mache darauf aufmerksam, daß eine Anzahl von Herren und Damen im Saale sind, die nicht Delegierte sind. Es ist selbstverständlich,. daß diejenigen Herren und Damen, die nicht Delegierte sind, sich nicht an der Abstimmung beteiligen dürfen. Um das genau kontrollieren zu können, bitte ich jene Damen und Herren, sich auf die Seiten zu begeben, wo auch Sitzplätze angebracht sind. Und dann bitte ich, für den Zweck der Abstimmung den Mittelgang frei zu geben. Ich bitte die Delegierten, ihre Sitze einzunehmen. Wir schreiten nunmehr zur Abstimmung. Wer für diesen Antrag des Herrn Prof. Oppenheimer ist, bitteich, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Ich konstatiere, daß dieser Antrag einstimmig angenommen worden ist. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Es liegt dann der Antrag von Herbert Bentwich vor. Dieser Antrag deckt sich mit dem Antrag Böhm, über den bereits gestern abgestimmt wurde. Der . Antrag enthält ein Vertrauensvotum für unsern geehrten Vizepräsidenten Herrn Prof. Dr. Warburg. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ich konstatiere, daß dieses Vertrauensvotum auch in der Form, in der es von Herrn Bentwich vorgeschlagen wurde, akklamiert worden ist.

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