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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1910-01-01 · 9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909 · p. Seite 282

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
9 (1910) Hamburg, 26. bis 30. Dezember 1909
Date
1910-01-01
Page
Seite 282 (sequence 282)
Language
German, English, Hebrew
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— 282 — Yizepräs. Dr. Bodenheimer: Ich danke demHerrn Präsidenten für die freundliche Unterstützung, die er mir in der Leitung des Präsidiums des Kongresses gewährt. Ich mache aber darauf aufmerksam, daß die bisher verlesenen Anträge die nötige Unterstützung durch Unterschriften haben. Präsident Wolffsohn (zur Geschäftsordnung): Nach unsern Statuten sind 20 Unterschriften zur Abstimmung über einen Antrag notwendig. Ich bitte die 20 Unterschriften des vorher verlesenen Antrags zu verlesen. Dr. Bodenheimer; Es sind allerdings nicht 20 Unterschriften, denn die Schriftführer, die einen Antrag überreichen, können nicht übersehen, ob es gerade 20 Namen sind. Präs. Wolffsohn: Die Schriftführer werden doch bis 20 zählen können. Vizepräs. Dr. Bodenheimer% Es kommt dann ein anderer Antrag, welcher Avohl 20 Unterschriften trägt (liest): Antrag Dr. Daiclies: „Behufs Ausgestaltung des Kulturfonds erklärt es der Kongreß für dringend . notwendig, daß jeder Zionist einen freiwilligen Beitrag in der Minimalhöhe des bisherigen Scheitels leistet." Es ist hier ein Widerspruch in der Passung. Der Sinn ist offenbar der, die Antragsteller wünschen, daß es der Kongreß als wünschenswert erklären soll, daß jeder Zionist einen Beitrag zum Kulturfonds leistet. Diejenigen, die dafür sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Der Antrag ist abgelehnt. Es ist liier ferner ein Antrag Syrkin aus Kiew, der allerdings hier nicht die nötige Unterstützung hat. Herr Syrkin, wollen Sie den Antrag zurückziehen? Der Antrag wird hiernach als nicht eingebracht betrachtet. Deleg. Syrkin; Das ist kein Antrag, sondern eine Resolution; diese bedarf der Unterschriften nicht. Vizepräs. Dr. Bodenheimer: Wollen Sie jedenfalls den Antrag 'herumreichen? Vielleicht finden Sie 20 Unterschriften. Weiter ist ein Antrag Nieinirower hier, der ebenfalls nicht die nötige Unterstützung hat. Es ist aber auch nur eine Anregung für den N. F. (liest): „Von den für den Nationalfonds gesammelten Geldern möge jährlich für jedes Land entsprechend den von diesem Land eingelaufenen Summen einigen armen Juden (die mittellos sind) Boden in Palästina bestimmt werden. Für die übrigen Kosten der Kolonisierung würden eventuell die Gemeinden aufkommen." Der Antrag ist aber so unbestimmt, daß er in dieser Form gar nicht zur Abstimmung gebracht werden kann. Wir werden ihn zur "Anregung dem Material des Nationalfonds einverleiben. Es käme nun ein Antrag, der jedenfalls auch einer Erörterung nicht in ehr bedürfen wird. Es ist das der Antrag, der von Herrn Dr. Franz Oppenheimer und einer großen Delegiertenzahl gestellt ist (liest). „Der IX. Zionistenkongreß hält an den Beschlüssen der frühern Kongresse fest, die genossenschaftliche Siedlungsmethode in den Tätigkeitsbereich der zionistischen Organisation aufzunehmen. Um die Durchführung dieses Beschlusses zu ermöglichen, überläßt der Nationalfonds pachtweise der zu errichtenden genossenschaftlichen Kolonie den erforderlichen Boden. Um das Betriebskapital aufzubringen, wird durch eigene Sammlung ein Genossenschaftsfonds gebildet, der an den Jüdischen Nalionalfonds angegliedert wird. Er wird verwaltet von einem Komitee, bestehend aus Vertretern des Direktoriums des Nationalfonds und der Arbeiterschaft." Del. Trietsch (zu einem Amendement): Cveeln-ter Kongreß! Ich hatte zur Frage der Oppenheiinerschen Siedlungsgenossenschaft gestern den Antrag eingereicht, den ich jetzt liier als Amendement zum Antrage Oppenheimer zur Abstimmung gebracht sehen möchte.

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